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 Zeit der Sternschnuppen

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Vagabond
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BeitragThema: Zeit der Sternschnuppen   Mi 10 Aug 2016, 16:13

---Von Vagabond und Tashna aus dem Archiv der BWS Vesuvius geborgene und ins Archiv der Genesis überspielte Geschichte---

Die helle Sonne brannte auf das dürre Land herab - es hatte schon lange nicht mehr geregnet. Das sah man der Vegetation an, die es nach einem Tropfen Wasser dürstete, die ihre noch dicht belaubten Zweige zum Boden neigte und ihre letzte Kraft aus der Hoffnung auf die Regenzeit nahm.

Die Ältesten schrieben die Zeichen des Jahres 2655 auf die Okkultare ihrer Vorväter.
Der Oktober hatte begonnen und auf Hellespont sah man zu jener Jahreszeit die dichten Wolken sich in der Atmosphäre aufbauen, die die von allen ersehnte Regenzeit voraussagten.
Ein junger Mann stand auf der Anhöhe. Er blickte hinauf und seufzte, hob die Hand über die Schläfen, um durch das blendend helle Licht der Sonne hindurchsehen zu können, die Wolken betrachtend.
Die Klippen vor ihm, die die Ebenen des Weide- und Ackerlandes des Familiensitzes eingrenzten, stachen wie messerscharf wirkende, grünbraun gefärbte, langgezogene Gebilde aus der Landschaft und gaben ihr ein mayestätisches Aussehen.
Mit seinem Blick spähte er in die Höhe und senkte dann den Blick. Er wendete sich um und spähte über das karg wirkende Feld, worauf er und einige andere seiner Familie versuchten, die letzten Setzlinge der neuen Saat vor dem Verdursten zu retten.

"Noch immer kein Regen?! Wenn das so weiter geht, dann können wir diese Ernte vergessen. Das Vieh hat bald nicht mehr genug Weidegrund, um das Jahr zu überstehen. Wenn die Regenzeit nicht bald kommt, dann werden wir die Tiere auf die gefährlichen Zonen umsiedeln müssen. Es ist einfach zu trocken - das Weidegut vertrocknet unter den Mäulern der Tiere."

Einer der Angehörigen seiner Familie kam zu ihm herüber und stellte sich neben ihn, dann hob auch er den Blick.

"Wann fängt es endlich an zu regnen?!"

Seufzend ließ er den Blick wieder sinken und klopfte dem jungen Mann auf die Schulter.

"Wir werden das schon schaffen. Seit dem letzten großen Feuer ist das Land fruchtbarer denn je und hat beim letzten Regen große Mengen Wasser gespeichert. Wir müssen nur etwas Geduld haben."

Er ging mit dem jungen Mann zurück zu den anderen.

"Wie geht es deiner Frau? Wann kommt das Baby? Müsste es nicht schon lange soweit sein?"


"Es geht ihr gut, nur sie gönnt sich keine Ruhe. Sie ist nur bei den Tieren und achtet auf jedes, um sich zu vergewissern, dass es ihnen dort draussen in den oberen Weidegebieten gut geht. Sie ist nicht allein dort draußen. Sihar ist bei ihr. Ich mache mir keine Sorgen. Wenn es so weit ist, wird sie es wissen und nach Hause kommen."

Der junge Mann sah sein Gegenüber lächelnd an und deutete auf das Haus.

"Was ist mit deiner Frau? Sollte sie uns nicht etwas zu Essen hier rausbringen? Es ist schon lange nach Mittag... Eine kleine Pause würde jetzt glaube ich jedem hier gut tun. Mehr als warten können wir nun eh nicht mehr, wir haben getan, was wir tun konnten."

Er rief zu den anderen hinüber.

"Machen wir Pause. Ich denke, wenn alles gut geht, dann wird es nach Sonnenuntergang regnen. Die Wolken sehen gut aus. Wir wollen hoffen, dass sie uns nicht verlassen. Kommt. Macht eine Pause."

Die anderen Männer auf dem Feld ließen ihre Werkzeuge sinken und setzten sich, wo sie gerade waren. Der junge Mann ging zu ihnen hinüber und setzte sich zu ihnen.

Über ihnen brauten sich die Wolken immer mehr zusammen und aus ihrem hellgrünen Schimmer wurde langsam ein dunkles, schattenerfülltes Gewölk. Am Horizont zuckten dunkle Blitze über das Land und ein leichter Wind kam plötzlich auf.

Der junge Mann sah sein Gegenüber an und dann zum Haus hinüber.

"Ich denke, wir sollten für heute zusammenpacken. Es wird wohl früher regnen, als wir geglaubt haben."


"Ja, das hast du letztes mal schon gesagt! Das letzte Mal hat es auch nur Sturm und Blitze gegeben, doch keinen Tropfen hat uns das Unwetter geschenkt. Lass uns noch warten, bis es anfängt."


"Du hast recht. Lass uns noch etwas warten. Sieh, wir bekommen unser Essen.."

Der junge Mann blickte abermals auf und sah, wie eine junge Frau eilig das Haus verließ, bepackt mit einem großen Bündel auf dem Rücken, und eilig zu den Männern herüber kam.

"Sie kommt heim....!! Daliah.... Sie kommt heim... Sie bekommt das Baby... Ian,... deine Frau... Sie bekommt ihr Kind...!!"

Die leise Stimme der Frau, die an die Ohren der Männer drang, bevor sie bei ihnen ankam und ausser Atem vor dem jungen Mann stehen blieb, ihn dann mit großen, leuchtenden Augen ansah und bei den Händen packte, ließ den jungen Mann erstarren und sich langsam erheben.

"Was... sagst du da?! Wo.. ist sie?!"


"Ian, hörst du! Sie bekommt ihr Baby... Sie ist dort! Komm!"

Die junge Indianerin zupfte an der Hand des jungen Mannes, der hilflos in die Runde schaute.

"Nun geh schon! Sie brauch dich jetzt!"

Angeschubst von einem der Männer und einem freudigen Nicken, blickte der junge Mann nun entschlossen drein und folgte der jungen Frau hinüber zum Haus.

Die junge Frau eilte mit ihm hinüber zum Stall - das Wiehern der Pferde war zu hören und eine rufende Stimme. Sie sprach indianisch und fluchte.
Als Ian zum Stall hineinschaute, sah er seine Frau, wie sie - gestützt von ihrer Begleitung - sich den Bauch hielt und zu ihm aufsah, unter ihr eine riesige Pfütze.

"Komm, wir müssen uns beeilen. Ich hole Shakan, den Heiler. Geh mit ihr hinein und lege sie hin. Bleib bei ihr. Und du bereite Wasser vor."

Den jungen Mann und die Begleitung der Frau von Ian ansprechend, nickte die junge Frau und ging in eine Bucht, holt sich ein Pferd heraus und schwang sich, mitlaufend, darauf.

"..hej!"


Das Pferd antreibend, sprang sie auf und verließ so den Stall und das Gelände.
Ian blickte ihr kurz nach und nickte. Dann brachte er seine Frau zusammen mit der Begleitung hinein.

Blitze zuckten über die Felder und Ebenen der Jagd- und Weidegründe des Landes und erfüllten - einem Kometenschauer gleich - den Himmel mit tausenden regenbogenartigen Farben, hüllten die Wolken in ein Schauspiel, das einzigartig in dieser Jahreszeit war und brachten schließlich den ersehnten Regen, dem das Land dürstete und es nun wieder fruchtbar machte.

"Wenn im Mond der fallenden Farben - "can wape- ka `sna wi -na", ein weisser Adler - "wam bli- ska -Tash", am Himmel seine Kreise zieht, uns den segnenden Regen beschert, gebe ich dir, "Ska-`ce tan" (schwarzer Falke), deinen Namen: Ayashe .."Tash-Na" - weisser Adler im Mond der fallenden Farben, Tochter von "jan`ye wazi- yata" - Licht des Nordhimmels."

Der junge Mann hielt seine Tochter hoch und lächelte, als er die Worte vor den Anwesenden sprach. Sie erfüllten ihn mit Stolz. Er hatte sich sehnlichst eine Tochter gewünscht. Auch wenn sein Vater gegen seinen Wunsch sprach - ihm wäre ein weiterer Enkel lieber gewesen. Doch Ian war nicht dieser Meinung. Sein Wunsch wurde erhört und darüber freute er sich.

Ein Jubeln rauschte durch die Anwesenden - Geschwister, Verwandten und Familienmitglieder, die um die junge Daliah - der Mutter des Neugeborenen - herumstanden und das Kind begutachteten. Shakan, der Heiler, versorgte die junge Frau des Sohnes des Ältesten und brachte sie nach nebenan, wo sie sich von der Geburt ausruhen konnte.

Ian trug seine Tochter auf dem Arm und sah sie glücklich an.
Leise quietschende Laute von sich gebend, sah auch das Baby ihn an, und er wickelte es liebevoll in die Decke ein, in der es in seinem Arm lag.

Im Raum kehrte wieder Ruhe ein und die Familie wünschten nacheinander dem frischgebackenen Elternpaar Glück, dann verabschiedeten sie sich.
Shakan kam von nebenan wieder und nickte den sich verabschiedenden zu, dann ging er zu Ian hinüber.

"Deine Frau... Sie muss sich schonen! Lass sie nicht aus den Augen. Die Geburt hat sie schwer mitgenommen. Wenn sie sich nicht an meine Anordnung der Ruhe hält, dann stirbt sie. Sie braucht dich jetzt hier. Kümmere dich um sie, Ian. Versorge die Kleine oder lass sie von einem anderen Mitglied der Familie versorgen, aber bleib bei Daliah. Sie wird sonst den nächsten Mond nicht überstehen."

Die Augenbrauen hebend und Ian in die Augen blickend, nickte der Heiler und drückte ihm ein Bündel in die Hand.

"Hier, einige Kräuter. Die habe ich ihr mitgebracht. Koche daraus einen Tee, den soll sie täglich trinken. Die Sudreste, wickle sie in einige Mohan-Blätter und lege sie auf ihren Unterleib. Sie blutet stark. Die Blutung wird durch die heissen Krautumschläge gedämmt. Ich hoffe, sie ist stark. Gib ihr die Kleine oft zum trinken. Dann bekommt das Baby die erste Milch und wird stark, falls schlimmeres passiert. Höre auf meinen Rat, Ian!"

Der Heiler nickte Ian zu und sah dann das Baby auf dem Arm des jungen Vaters an.

"Sie wird prächtig gedeihen und eines Tages wird ihr großes bevorstehen! Du wirst sehen. Der Adler brachte ihre Seele und wird sie behüten. Er wird sie eines Tages zu den Sternen führen und ihr Weg wird weit sein, um wieder zu euch zurückzukehren.. und doch... sie wird ihn immer und immer wieder gehen.. Wenn du mich brauchst, weisst du, wo du mich finden kannst. Bis bald."

Shakan verabschiedete sich - diese mystischen Worte, die Ian nicht verstand und ihn fragend anblickte, im Raum stehenlassend - und ging, verließ den Raum und ließ den Vater mit seiner Tochter allein.

Dem Heiler noch einige Momente nachblickend, lächelte Ian und ging mit seiner kleinen Tochter im Arm ans Fenster. Er blickte in die Wolken hinauf und erkannte, was er meinte, deutete hinaus.

"Siehst du? Der Adler dort. Er kam, als du geboren wurdest. Er ist dein Begleiter und wird deine Seele schützen. Ehre ihn und seinesgleichen, und er wird auch dich ehren. Und nun lass uns zu deiner Mutter gehen und nach ihr sehen. Komm!"

Er berührte sanft die kleinen Finger, die das Baby auf seinem Arm unter der Decke hervorstreckte und leise quiekend in seine Augen blickte, dann schloss es zufrieden die Augen.

---

"Liebes? Bist du wach? Hier ist deine Tochter und möchte von ihrer Mutter in den Arm genommen werden.."

Lächelnd überreichte Ian vorsichtig das Bündel in seinem Arm seiner Frau, die auf dem Bett lag und die Augen aufschlug, ihren Mann müde, aber lächelnd ansah. Sie drehte sich langsam und schwerfällig um, stützte sich auf der anderen Seite ab und nahm ihr Baby in den Arm, legte es neben sich auf das Bett und gab ihm zu trinken. Sie beobachtete es dabei leicht lächelnd, dann blickte sie auf und sprach in leiser und schwacher Stimme.

"Ich danke dir, Ian, dafür, dass du jetzt hier bist... Pass immer gut auf deine Tochter auf, hörst du? Solange ich hier liegenbleiben muss, wirst du meine zweiten Augen und Ohren sein. Wirst du mein Geist sein, der sie bewacht und wirst du meine zweiten Hände sein, die sie beschützen!"

"Das werde ich, Liebes, doch nun sei ruhig und erhole dich. Es war ein harter Tag für dich. Ruh dich aus, ich bin nebenan und werde dir einen guten Tee zubereiten."

Ian sah seine Frau liebevoll an und ging hinaus, ließ die beiden allein.

Die Zeit des Regens überzog das Land und die Dürre verflog, die Felder wurden grün und die Ernte wurde reif. Die Monate verflogen und Daliah erholte sich von der Geburt zusehends besser.

Es kam die Zeit der Herdentriebe und somit brauchte man jede Arbeitskraft, die verfügbar war. Ian half seiner Frau, wieder gesund zu werden, und pflegte sie gut, dass sie eines Tages wieder auf ein Pferd steigen konnte und an den Herdentrieben teilnehmen konnte.
Die Herden wurden von den Winterweiden auf die Sommerweiden getrieben. Das Weideland lag weit draussen, weit weg vom Anwesen, und die Treiber waren oft Wochenlang unterwegs und kamen lange Zeit nicht heim.

Tashna blieb in den ersten Jahren am Anwesen und wurde von ihrer Tante betreut, später lernte sie von ihrem Vater das Reiten und das Treiben. So fand sie ihre Leidenschaft auf diesen großen Tieren und lernte bald darauf das Leben ausserhalb des Anwesens kennen - das Leben in der freien Natur. Dieses Leben gefiel ihr und sie ging gern mit auf die Herdentriebe.

Nach einigen Jahren, an Tashnas 10. Geburtstag, kam ihr Vater von einem Alleingang auf die Herden zurück und brachte eine Stute mit. Sie war trächtig. Das Jahr hatte schon viele Fohlen gebracht und alle waren ohne Ausnahme gut durch die Dürren gekommen. Es war wieder heiss in diesem Jahr und der Regen sollte dieses Mal länger ausbleiben, als erwartet.

Tashna begrüßte ihren Vater, als er zur Tür hereinkam und ging mit ihm hinaus, half ihm, sein Pferd zu versorgen.

"Wie war es auf den Weiden, Vater? Ich hoffe, die Stuten sind alle wohlauf?"

Als sein Pferd versorgt war, ging sie mit ihm zu der Stute, die er mitbrachte, und nahm ihr ebenfalls die Decke vom Rücken, wickelte sie zusammen, um sie draussen über das Gatter zu hängen, dann ging sie wieder hinein und nahm das Putzzeug, fing an, das Pferd zu putzen. Ihr Vater reinigte sich und kam mit einem großen Ballen Futter zurück, versorgte die Stute und blickte zu seiner Tochter hinüber.

"Ja, den Stuten geht es gut. Doch die Dürre lässt sie abmagern, nimmt ihnen die letzten Kraftreserven, die sie zum abfohlen brauchen. Sie finden auf den Weiden nicht mehr genügend Wasserstellen, um ihren Durst zu stillen. Und die Weiden sind in einem erschreckenden Zustand. Nicht mehr lange, und wir müssen die Stuten noch kurz vor dem Fohlen umtreiben. Das könnte uns viele der Fohlen kosten, wenn nicht sogar einige der guten Stuten."

Betroffen sah Ian seine Tochter an und nahm ihr das Putzzeug ab, als sie mit der einen Seite des Pferdes fertig war, und begann nun, die andere Seite des Tieres zu putzen. Tashna setzte sich auf das Gatter der Bucht und streckte die Hand nach dem Tier aus, das schnuppernd ihre Hand mit der Schnauze berührte, leise grummelte und dann dem Mädchen die Ohren zustreckte.
Lächelnd beobachtete Tashna diese Geste.

"Jaa... das magst du, stimmts? Ich mag das auch... Samtiges Fell..."

Streichelnd fuhr Tashna über die samtweichen Ohren des Tieres und musterte es. Sein Fell war rehbraun und es hatte eine schimmernd weiße Mähne. Ein kleiner Stern zierte seine Stirn und die pechschwarzen Augen sahen Tashna neugierig an.

"Ich weiss... Es wird nicht leicht für die Stuten. Wir hoffen alle auf den erlösenden Regen. Manchmal glaubt man, die Wolken wären von den Sternen verschluckt worden und hinaus in die Nacht getrieben. Wir können sie auch hierher holen und hier versorgen. Hier am Anwesen gibt es wenigstens noch genügend Wasser für alle."

Tashna sah seinen Vater fragend an.
Der Vater sah seine Tochter beobachtend an, als sie das Pferd streichelte, dann nickte er.

"Du hast sicherlich recht, nur sind die Stuten vor dem Abfohlen und wir können nicht alle Fohlen, die geboren werden, hier vor Ort aufnehmen. Dafür fehlt hier der Platz. Wenn sie groß genug sind, haben wir auf den Nachbarweiden hinter dem Anwesen ein Gebäude errichtet, bis dahin sind die neuen Unterkünfte für die neue Zucht fertig. Das dauert noch eine Weile. Die Händler, die uns die Güter für das Bauvorhaben bringen, kommen erst in einigen Monaten. Da sind die Fohlen schon auf der Welt und wir müssen uns beeilen, die Unterkünfte fertigzustellen."

Tashna hörte ihrem Vater zu und seufzte. Dann jedoch blickte sie auf.

"Vater? Sag mir, warum ist dieses Tier dann hier? Ist es krank?"

Ian lächelte beruhigend und schüttelte den Kopf.

"Nein, Tash. Sie ist nicht krank. Sie wird hier ihr Fohlen bekommen. Du hast Geburtstag. Es ist dein Geschenk. Dein erstes, eigenes Pferd, das du allein ausbilden darfst."

Tashna bekam große Augen und sprang vom Gatter der Bucht herab.

"Ich bekomme.... ein eigenes Pferd...?! Oh, Vater...!!"

Sie flitzte um das Tier herum, das den Kopf erschrocken nach hinten warf, dann jedoch ruhig stehen blieb und lauschte. Tashna sprang auf den Arm ihres Vaters und umarmte ihn dankbar und glücklich. Nichts hatte sie sich bis dahin sehnlicher gewünscht als ein eigenes Pferd. Wenn man von den Sternen absah, die sie immer beobachtete und von denen sie träumte, eines Tages dort oben hoch hinaus zu fliegen und die Sterne zu besuchen, so wie die Händler, die das Anwesen immer mit Gütern versorgte, und die dann wieder in den Wolken und in den Sternen verschwanden.
In ihren Gedanken innehaltend, betrachtete sie kurz die Stute, dann lächelte sie.

"Ich danke dir für dieses wunderschöne Geschenk. Ich werde nach der Stute sehen, wenn sie das Fohlen zur Welt bringt. Ich möchte die erste sein, dem es in die Augen sieht. Dann muss ich nicht mehr mit dem Braunen raus auf die Weiden. Dann hab ich mein eigenes Pferd. Wenn es soweit ist und geritten werden kann. Bis dahin vergeht aber noch einige Zeit. Ich weiss..."

Nickend sah sie ihren Vater an und drückte ihn nochmal herzlich. Dann versorgten sie die Stute fertig und gingen hinüber ins Haus.

"Mutter... Vater ist zuhause und hat eine Stute mitgebracht... Sie wird bald abfohlen."

Daliah kam herein und tat gerade das Abendessen auf.

"Oh, Ian... Ich hoffe, es ist alles in Ordnung auf den Weiden?"


"Ja, den Stuten geht es gut. Nur regnen müsste es bald wieder! Sie dursten... Ich denke, wenn es nicht bald regnet, müssen wir sie umtreiben auf die oberen Weiden in die Sumpfgebiete."


"Ist es dort nicht gefährlich für die Tiere? Dort oben, sagen die Ältesten, wurden erst vor einigen Jahren viele Tiere von den großen "sung ma- he tu" (Kojotenähnliche Tiere, nur größer und stärker) gerissen."


"Ich denke, es wird sich nicht umgehen lassen... Es werden dann einige unserer Männer mit draussenbleiben und die Herden solange, bis es regnet, bewachen. Und wenn der erste Regen einsetzt und die Weiden wieder gedeihen und Wasser speichern, können wir sie wieder hinabtreiben auf die frühen Weiden."

Die Mutter nickte gedankenvoll und setzte sich, als der Vater sprach, dann deutete sie auf die Teller.

"So nehmt euch, guten Appetit... Stärkt euch erst einmal."

Liebevoll lächelnd nahm sie sich auch von den Speisen und alle aßen erst einmal.
Tashna war - während sie aß und sich ihre Eltern am Tisch unterhielten und ihre Worte wie von fern zu ihr drangen - mit den Gedanken ganz weit weg - mit ihrem Pferd, das bereits groß war und das sie einer guten Ausbildung unterzogen hatte. In ihren Augen funkelte der Traum, eines Tages mit ihrem Pferd über die Weiden zu galoppieren.

Die Jahre vergingen und das Land überstand Dürren und Regenzeiten und das Weideland wurde von den Pferden besucht und verlassen, und die Treiber sorgten für das Wohl der Tiere, wo sie auch waren. Die Wilden Tiere ließen die Zucht und ihre Stuten weitgehend in Ruhe, selten kam es vor, dass man ein angreifendes Tier von den Stuten trennen musste, und noch seltener, dass eine der Stuten dadurch sterben musste - oder gar ihr Fohlen.

Tashna war nun jeden Herdentrieb mit auf den Weiden und beobachtete die Fohlen bei ihrem Spiel. Sie brachte auch ihrem Pferd viel bei. Sie erinnerte sich noch an seine Geburt. Seine Mutter starb während der Geburt und Shakan, der Heiler, musste das Tier zur Welt holen.
Doch es überlebte und Tashna betrachtete es damals.
Das Tier hatte einen großen, weißen Stern auf der Stirn, aber sein Fell war pechschwarz, genau wie seine Augen, die funkelten wie zwei Sterne. Es hatte eine lockige Mähne und sein Schweif schlug emsig hin und her. Es war ein Wildfang auf dem Weg zu einem stattlichen Hengst, den sie heranzog und dem sie viel beibrachte, aber auch viel Unsinn austreiben musste.
Tashna musste grinsen bei dem Gedanken seiner Erziehung und kaute auf ihrem Grashalb herum, während sie es sich auf dem Rücken des Pferdes liegend gemütlich machte.

Irgendwann drangen die treibenden Rufe der Männer in ihre Ohren. Sie trieben die Pferde aus dem Unterholz eines kleinen Wäldchens heraus, worin sich einige Fohlen verlaufen hatten - ein Teil der Herde war in Aufruhr - irgendetwas war dort in diesem Unterholz.
Alsdann bekam sie die Antwort - Tashna schreckte auf und setzte sich schwungvoll richtig herum auf ihr Pferd.

"..hejj..!!"

Sie trieb es zu den anderen Männern hinüber und sah, was geschehen war.
Eine Stute wurde von einer Horde dieser großen, wilden Tiere angefallen und zur Strecke gebracht. Tashna erlebte noch, wie ihr Vater mit einigen Männern im Wald verschwand und einige Laserschüsse, die fielen. Heulende Laute, dann Knurren, drang an ihre Ohren.

"Vater...!!"

Tashna rief ihren Vater und nahm ihr Gewehr, entsicherte es und ritt den Männern nach. Die anderen, die gerade das Vieh von den Bäumen wegtrieben, wanden sich um und riefen sie zurück, doch Tashna hörte nicht. Sie verschwand hinter den Bäumen und folgte dem Weg, dem die anderen gefolgt waren.

Nach einer kurzen Weile entdeckte sie auf einer Lichtung ein erlegtes, großes Tier. Die Männer standen um das Tier herum und redeten, hielten ihre Pferde am Zügel, sahen Tashna dann an, als sie zu ihnen ritt und vom Pferd sprang, es festhielt und zu den anderen ging.

"Was ist passiert?"


"Nichts, wir haben das Tier erlegt! Jetzt denken wir, haben wir erstmal etwas Ruhe vor den anderen seines Rudels. Es war die zweite Stute dieses Jahr!"

Sich umblickend, erzählt einer der Männer, was geschehen ist.

"Doch was machst du hier? Solltest du nicht bei den anderen sein?!"

"Ja, ich weiss.. ich wollte mich vergewissern, ob ihr keine Hilfe braucht..."

Tashna blickte den Mann - und ihren Vater dann ebenso - entschuldigend an und sicherte ihr Gewehr wieder. Die Männer stiegen auf ihre Pferde und wendeten sie.

"Lasst uns zurückreiten und die restlichen Pferde zu den anderen treiben. Es wird bald dunkel. Dann sind wir hier in den Wäldern gegen diese Tiere aufgeschmissen! Kommt!"

Ihr Vater ritt voran und stimmte dem Anführer der Gruppe zu. Tashna stieg ebenso auf und folgte ihnen, sich jedoch immer umblickend, ob nicht die anderen der wilden Tiere in der Nähe seien. Kurze Zeit später kamen sie an den Rand des Waldes und Tashna atmete erleichtert auf.
Nach kurzer Zeit waren auch die übrigen Pferde zurück zu den anderen getrieben und alle ritten zum Lager, das sie auf den Weiden errichteten.

Tashna stieg von ihrem Pferd, band es an und zog ihm die Decke vom Rücken, legte sie auf der Wiese aus und setzte sich darauf. Sie sah zu, wie die Männer Holz holten und eine Feuerstelle errichteten. Mit einigen Handgriffen hing auch schon ein Stück Fleisch über dem Feuer und wurde von einem der Männer gegrillt. Es war groß genug, um eine ganze Familie zu sättigen.

Ein leises Lied klang in den Ohren des Mädchens, als sie die Augen schloss und zu den Sternen hinaufblickte.

"Flieg, junger Adler, hinauf zu den Sternen.
Flieg, und kehre bald zurück...
Bring uns die Sonne, den Sturm und den Regen,
wir wünschen dir viel Glück...

Flieg, junger Adler, hinaus in das Leben,
sieh dort hinauf zu dem Stern...
Nimm ihn mit dir und kehr heim zu den deinen,
bist du auch noch so fern..."

Sie hörte die Worte und erinnerte sich an die Zeit, in der die Händler kamen und wieder gingen. Ihre Sehnsucht nach den Sternen wuchs und sie wünschte sich nur noch eins:
Dort oben sein... in Freiheit...

"Vater?!.... Vater, wo bist du, ich muss mit dir reden!"

"Er ist im Stall bei den Fohlen, sieh nach ihm, und sage ihm, dass das Essen bald fertig ist, ja?"

Daliah nahm ihre Tochter in den Arm und drückte sie, gab ihr liebevoll einen Kuss auf die Stirn.
Tashna lächelte und nickte.

"Ja, mach ich..."

Dann lief sie hinaus.
Die Tür zum Stall stand offen und ein leises Grummeln dran heraus, dann ein leises Wiehern.
Ein wetternde, männliche Stimme schimpfte.

"Jetzt... halt still.... das tut nicht weh...!!"

Als Tashna um die Ecke kam, blieb sie im Aufgang stehen und sah zu, wie ihr Vater einem Fohlen das erste Mal die Hufe verschnitt und es sich wehrte aus allen Leibeskräften, obwohl es angebunden war.

"Wirst du wohl.... jetzt halt doch still!!"

Als der zweite Huf geschafft war, bemerkte Ian seine Tochter und blickte lächelnd auf.

"Hey, Tashna... Was machst du hier? Willst du mir helfen? Gut. Hier, komm hierrüber! Halt diesem Sturkopf doch mal den Huf, damit ich ihn ausschneiden kann!"

Tashna lächelte und nickte ihm zu. Dann tat sie, wie ihr Vater geheißen und fragte.

"Vater? Ich.. muss mit dir reden... Ich habe eine Frage..."

Ihr Vater blickte seine Tochter geschäftig an und schnitt den Huf aus, den ihm seine Tochter hielt, dann - als er fertig war - ließ Tashna den Huf vorsichtig ab und stellte sich hinter das Fohlen, nahm den nächsten Huf auf und klemmte ihn zwischen ihre Knie, hielt ihn mit beiden Händen zusätzlich noch fest, damit sie nicht getreten werden konnte. Ihr Vater fragte

"Was hast du denn? Sprich... Ist was passiert?"

Tashna schluckte und überlegte sich ihre Worte, denn ihr Anliegen ist war wichtig. Doch fand sie keine und stotterte.

"...ja... es ist... weil.... du weisst doch, dass.... "

Sie beendete ihre Worte mitten im Gedanken und meinte seufzend.

"...Mutter schickt mich, es gibt bald essen..."

Sie sah ihren Vater fragend an und setzte ein ungekonntes Lächeln auf.
Ian sah seine Tochter an und nickte, dann schnitt er den Huf sauber und ließ den Huf vorsichtig ab.

"Klar, ich bin hier gleich fertig... Nur noch diesen letzten Huf und das Fohlen zurück in die Bucht, und dann können wir essen gehen."

Misstrauisch beobachtete den Blick seiner Tochter. Dann zog er die Augenbrauen hoch und schüttelte mit einem Zwinkern den Kopf.

"Warum druckst du so herum? Was ist passiert? Was hast du angestellt?"

Tashna schluckte, sich ertappt fühlend und versuchte Worte zu finden.
Ian unterdess nahm den nächsten - und letzten Huf - selbst hoch und schnitt ihn vorsichtig aus, als Tashna anfing zu berichten.

"Nun, Vater... Du.. du weisst doch, dass ich schon immer von den Sternen träume... Ich... möchte in einem Schiff mitfliegen, ich möchte lernen, wie es ist, dort oben zu leben... Ich möchte ein solches Schiff fliegen, so... so ein großes.... Ich höre viele Berichte über die Grenzweltenflotte und ich möchte einfach, dass es hier sicherer wird in der Gegend, möchte meine Familie beschützen und das, indem ich lerne, mit ihnen zu kämpfen..."

Sie deutete hinauf, während sie sprach, und sah ihrem Vater in die Augen, der langsam den Huf abließ und das Messer zusammenklappte, verstaute, aber hinter dem Fohlen stehen blieb und seine Tochter anstarrte - schwieg und zuhörte.

"...möchte mit ihnen kämpfen und... auf einem solchen Träger dienen... Ich möchte Offizier werden, Vater..."

Das Starren ihres Vaters ließ nicht nach, auch nich, als er den Mund wieder zumachte und versuchte, die Worte, die er eben vernommen hatte, in geradlinige anschauliche Gedanken zu formen und aus dem Wirrwar in seinem Kopf heraus zu ordnen, dass da eben entstand.

"Du... willst WAS?!! ..... WHAA!!"

Tashna konnte gerade noch so zur Seite springen, als ihr Vater einen Satz vorwärts an ihr vorüber machte und im Mist landete - hinter ihm das leise - fast lachend klingende - Grummeln und dann helle Wiehern des Fohlens, das den Kopf wandte und sich umsah.
Auf dem Rücken des Vaters zierte nun ein kleiner Huf das Hemd des Mannes und sein Gesicht vertrübte sich zusehends.

"Ich... glaubte, dass ich dich zu größerem erzogen habe... Ich habe wirklich geglaubt, meine Tochter würde mit beiden Füßen am Boden stehen und der Realität in die Augen sehen!"

Er stand auf, klopfte sich den gröbsten Dreck von der Hose und blickte Tashna erzürnt an, die stammelnd und kleinlaut antwortete.

"Aber.. Vater... ich..."

Ian schüttelte den Kopf und hob die Hand.

"Schweig! Ich möchte davon nichts mehr hören! Du bist gerade mal 15 Jahre alt, jedenfalls könnte man das meinen! Ich habe gedacht, dass du aus dem Alter raus wärst, wo man von den Sternen träumt. Dein Leben läuft hier ab - hier und nicht dort oben! Dein Platz ist hier unten! Begreif das! Wir brauchen jede Kraft, und du bist geschult auf diese Arbeit, nicht auf die dort oben. Du bist zu unerfahren, um dort oben sein zu dürfen! Nur die, die einen langen, weiten Weg hinter sich haben und die viel gelernt haben über die Sterne und die Kriege, die Welten da draußen, nur DIE dürfen dort oben sein! Ihre Arbeit ist dort oben! Begreife das! Und du gehörst hierher und nirgends woanders hin! Und jetzt..."

Ihr Vater hielt kurz in seinen Worten inne und blickte seine Tochter starr an.

"...will ich nichts mehr darüber hören, hörst du?! Nie wieder! Schlag dir das aus dem Kopf! Du bist nicht dafür bestimmt! Du bist für diese Welt hier unten bestimmt! Merk dir das! Du sollst das Land erben, wenn ich eines Tages nicht mehr bin! Was soll aus dem Land werden, wenn du dort oben bist? Du sollst heiraten, sollst einmal Kinder haben, mir Enkel schenken! Doch wird daraus nichts, wenn du dort oben bist! Nein, sage ich! Und jetzt will ich essen gehen! Bring das Fohlen in den Stall und komm dann nach!"

Ein letzter Blick in ihre Augen, dann ließ er Tashna stehen und verschwand eiligen und wütenden Schrittes aus dem Stall.

Tashna blickte ihm kurz nach und dann zu dem Fohlen, ging hinüber zu ihm und sah es an.

"Das hast du richtig gemacht! Aber ich werde ihn schon überzeugen, verlass dich drauf! Ich werde dort hinauf fliegen, ob er will oder nicht. Wenn nicht mit seinem Segen, dann ohne ihn. Ich habe es mir fest vorgenommen und so wird es auch geschehen. Ich kann hier nicht bleiben, das verstehst du doch, oder?"

Sie sah das Fohlen mit hochgezogenen Augenbrauen an, dann schüttelte sie den Kopf und zog die Augenbrauen zusammen. Sie band es los und brachte es zurück in die Bucht.

"Ach, was rede ich mit dir! Du verstehst mich ja doch nicht! Komm, ab hinein mit dir. Du bist fertig für heute. Ich bringe dir später noch Futter."

Sie schloss die Bucht wieder ab und hängte das Seil an seinen Platz, dann verließ auch sie den Stall und ging hinüber zum essen.

Tashna blickte aus dem schmalen Ausblick-Fenster des Shuttles und beobachtete die Wolken, die an ihr vorüberzogen.
Ihre Gedanken brachten ein Lächeln auf ihren Lippen hervor, und sie versank tief in Erinnerung und überblickte dabei den Horizont, der sich in hellem grün von den, von der Sonne angestrahlten, golden glänzenden Wolken und den sich braun-grün darunter entlangschlängelnden Bergketten und dunklen, grünblauen Tälern abhob.
Über ihr sah sie die Atmosphäre dünner werden, bis am Horizont die grell leuchtende Scheibe der Sonne auftauchte und dahinter.... - sie lächelte und hob die Augenbrauen - .... ein großer, leuchtender Stern.
Sein Funkeln spiegelte seine Energie wieder, und Tashna schloss lächelnd die Augen, mit zufriedenem Gesichtsausdruck und ließ ihre Gedanken schweifen.
Sie dachte an die letzten Monate zurück.
Monate, die sie in Einsamkeit verbrachte, sich zurückzog von allem, was um sie herum war.
Monate, die sie ihrem Vater und ihrer Mutter widmete. Ihrem Vater ganz besonders.
Doch bevor es soweit kam, dass ihr Vater ihr wieder sein Augenmerk schenkte, verbrachte sie Tage, Wochen allein in der Wildnis, um über all ihre Träume, ihre Ziele, ihre Zukunft nachzudenken, und um eine Entscheidung zu treffen, die vielleicht ihren Eltern nicht so schmecken würde und worum sie kämpfen müsste.

Eines Morgends, einige Tage nach dem Gespräch mit ihrem Vater im Stall und ihrer Offenbarung ihm gegenüber über ihre Ziele, ihre Träume, packte sie sich ein kleines Bündel zusammen und ging in den Stall, holte ihr Pferd heraus, nahm Verpflegung für einige Tage mit und saß auf.
Als sie ihr Zaumzeug auf dem Pferd ordnete, sowie das Packzeug auf seinem Rücken hinter sich kontrollierte, dass alles gut befestigt war, blickte sie auf - im Eingang des Stalltores stand eine Gestalt.

"Wohin gehst du?""

Ian trat aus dem Schatten ins Licht und blickte hinauf zu seiner Tochter.
Tashna sah ihn an und wandte dann den Kopf ab, blickte hinaus auf die kleine Koppel, die vor dem Stall war.

"Ich werde über meine Entscheidung nachdenken - über deine Worte, Vater. Ich werde meine Ziele und meine Zukunft abwägen und werde zurückkommen, wenn ich mich entschieden habe."

Ian zog die Augenbrauen hoch und hob die Hand, wollte nach der Schnauze des Pferdes greifen, es streicheln, doch es zog grummelnd den Kopf zurück und trat einige Schritte rückwärts auf die Bucht hinter ihm zu.
Tashna beruhigte das Pferd und hörte, wie ihr Vater entgegnete.

"Warum? Ist meine Entscheidung nicht über deine zu stellen? Warum nimmst du meinen Willen nicht an? Warum gehorchst du mir nicht? Warum... willst du unbedingt deinen Willen durchsetzen und dort hinauf?! Was ist, wenn dir etwas passiert? Was ist, wenn...."

Er senkte den Kopf und schüttelte ihn.

"Ich kann doch nicht zulassen, wie meine.... Tochter von diesen Piraten zerfleischt wird, oder ganz und gar von diesen Kreaturen, die dort oben ihr Unwesen treiben! Jetzt nimm bitte Vernunft an und komm dort runter! Wo willst du überhaupt hin?!"

Er blickte auf und sah seine Tochter fragend an.
Tashna schüttelte den Kopf und zog am Zügel.

"Nein, ich werde gehen und erst wiederkommen, wenn ich mich entschieden habe. Sollte ich mich dafür entscheiden, ohne deinen Segen dort hinauf zu gehen, dann weiss ich darum - ich werde dir das Herz brechen. Aber bedenke: Es ist genauso gefährlich, hier zu leben, wie wenn man dort oben lebt. Ich möchte einfach meinen eigenen Weg gehen, Vater. Verstehst du das nicht?! Ich werde jetzt... gehen und werde nachdenken... Ich hoffe, du akzeptierst wenigstens diese Entscheidung... Ich wünschte, du würdest sie verstehen..."

Tashna schaute ihrem Vater in die Augen und er sah, wie eine Träne ihre Wange hinabrollte. Er zog die Augenbrauen zusammen.

"Tash.... Jetzt begreif doch... Ich meine es doch nicht böse... Ich mache mir... Tashna... So höre doch auf meine Worte.... Tash! Jetzt.... Tashna! Bleib hier! Tash..."

Doch während er versuchte, seine Tochter zu besänftigen, zog sie am Zügel, wendete das Pferd um ihn herum - es tänzelte und schnaubte, schüttelte den Kopf und spielte mit den Ohren, als würde es die Nervosität seiner Reiterin mitbekommen. Mit einem kurzen:

"...hejj! Lauf!!..."

- und ihren Versen, die sie dem Tier in die Seite klopfte, trieb Tashna es aus dem Stall zum Tor hinaus, lenkte es um die Ecke und verließ das Gelände. Sie hörte nicht mehr die Worte, die ihr Vater ihr hinterher rief und ignorierte das Fluchen, das den Rufen folgte. Immer weiter trieb sie ihr Pferd den Pfad hinab zu den Wiesen und über die Koppeln durch das Tor des Anwesens, den schmalen Weg hinauf, der zu den Bergen führte und war nach kurzer Zeit aus dem Blickfeld ihres Vaters verschwunden.


---------------------


Einige Tage waren vergangen, und Tashna saß im Eingang der kleinen Höhle - die sie in ihrer Kindheit oft besuchte, wenn sie sich zurückzog - und dachte nach.
Sie war einige Kilometer vom Anwesen entfernt und hier verbrachte sie auch bereits Nächte, wo die Herdentreiber vom Sturm überrascht wurde und sie damals ein Fohlen fand, das sich in diese Gegend verirrt hatte.
Durch das Finden des Fohlens fand sie auch diese Höhle und sie kam immer und immer wieder hierher und erkundete sie.
Die Höhle war nicht allzu groß - sie hatte mehrere Seitenhöhlen und schmale Gänge, die dorthin führten und einem kleinen Labyrinth glichen. Es wurde nach und nach ihr Lieblingsort.
Keiner wusste von diesem Ort - bis auf ihr Vater.
Er fand sie eines Tages, nachdem das Fohlen, was sie damals rettete, ihn - als es größer war und er es einritt, es bockte und mit ihm durchging - an diesen Ort führte und er somit die Höhle fand, in der seine Tochter war.

Nur er und sie kannten diesen Ort und er bewahrte das Geheimnis seiner Tochter immer in seinem Herzen, erzählte niemanden davon.
So wusste er jedoch immer, wo er sie finden konnte, wenn sie einmal ausriss und hatte so gleichzeitig ihr Vertrauen, sie jederzeit wiederfinden zu können.

Sie hob den Blick, als sie ein leises Schnauben hörte. Ihr Pferd stand am Eingang der Höhle und hob ebenfalls den Kopf - ein Reiter kam auf die beiden zu und hielt vor dem Plateau zum Höhleneingang, stieg ab.
Sein Pferd senkte den Kopf und er ließ die Zügel über seinen Hals gleiten, pflockte es an.
Seinen Blick hebend, zog er die Decke vom Rücken des Pferdes und ging zu dem Mädchen rüber, legte sie auf den hohen Stein, der neben dem Höhleneingang war - gegenüber dem Mädchen - und setzte sich darauf.

Tashna schwieg und blickte auf die Schnitzerei, die sie soeben vollendet hatte. Es war ein kleiner Adler und seine Flügel spannten sich im Flügelschlag, seine Krallen waren geweitet, als würde er gerade Beute fangen, sein Blick war wachsam. Sie drehte die kleine Figur in ihren Händen hin und her, sah sie sich an und steckte ihr Messer weg.
Lächelnd betrachtete Ian den Adler und nahm ihn vorsichtig von Tashnas Hand, legte sie auf seine Handfläche und hielt ihn hoch.

"Ein schönes Werk. Wielange hast du gebraucht?"

Er blickte Tashna in die Augen.
Sie entgegnete mit einem Kopfschütteln, dem Blick ihres Vaters zuerst ausweichend, dann jedoch entgegnend und ihm tief in die Augen schauend.

"Nicht lange. Zwei Tage und eine Nacht."

Ian nickte kurz und senkte den Blick. Dann sagte er leicht lächelnd und das Kunstwerk betrachtend.

"...flieg mit dem Adler, und er zeigt dir den Weg zu den Sternen...."

Tashna hob die Augenbrauen und zog sie dann unverständlich zusammen.

"Was meinst du damit?"

Ian sah seiner Tochter in die Augen und hob den Adler hoch.

"Sagt man das nicht so? Jedenfalls hat das einmal deine Ur-Urgroßmama gesagt! Sie war eine sehr weise Frau und sah die Zukunft voraus. ....ich wusste, dass du irgendwann diesen Wunsch hegen würdest. Ich wusste nur nicht, wann...."

Sein Blick wurde ernst und er legte den Adler, den er dann ansah, auf Tashnas Hand zurück, erhob sich dann und blickte in die Höhle.

"Es ist feucht hier drinnen. Du wirst krank werden. Komm nach Hause!"

Tashna blickte auf und schüttelte den Kopf.

"Nein, Vater! Meine Entscheidung steht fest. Ich werde nicht nach Hause kommen, bis ich...."

Ihr Vater unterbrach sie mit einem Kopfnicken.

"Ich weiss! Bis du deinen Weg gefunden hast..... Nun, wenn es dir hilft..."

Er wandte sich um und sah seiner Tochter ins Gesicht - keine Miene verzog sich und er sah sie einfach nur an.

"wenn es dir hilft, werde ich deine Entscheidung unterstützen...."

Tashna zog ungläubig die Augenbrauen zusammen und senkte den Kopf nachdenklich, dann sah sie zu ihrem Vater auf und erhob sich.

"Wie.... wie meinst du das, Vater?! Wie willst du.... meine Entscheidung unterstützen...? Du meinst, ich darf....."

Ihre Augen begannen zu funkeln und die Nachdenklichkeit in ihrem Blick wurde nun von einer tiefen Freude und Erleichterung überschattet. Sie neigte ungläubig den Blick.

"Das ist wirklich dein Ernst?! Ich darf.... zu den Sternen fliegen?!"

Ian, der seiner Tochter entgegentrat, nickte knapp und senkte dann den Kopf.

"Ich möchte nicht das, was ich liebe, durch eine falsche Entscheidung, die wir beide vielleicht bereuen und womit ich dir und deiner Zukunft im Wege stehen werde, verlieren - für immer verlieren, denn ich kenne dich! Deine Entscheidung stand schon fest, als du das erste Mal in die Sterne geschaut hast."

Tashna lächelte und nickte.

"Ja, Vater, du hast recht. Da stand sie bereits fest und hat mein Herz erfüllt. Durch nichts konnte dieser Traum erschüttert werden, und so wurde er schließlich zu meinem Ziel. Ich bin erleichtert, dass du.... dass du mich verstehst, Vater."

Tashna nahm seine beiden Hände und sah ihm in die Augen.

"Ich danke dir, Vater!"

Ian blickte auf die beiden Hände herab und schüttelte den Kopf.

"Danke nicht mir, danke deiner Mutter. Sie hat sich Sorgen um dich gemacht und mit mir gesprochen. Ich habe ihr von deinem Traum erzählt und sie sagte, dass du so oder so zu uns zurückkommen wirst. Eines Tages werden wir dich wiedersehen. Und sie sagte, ich solle mir nicht immer soviele Gedanken machen. Es sei ein schwerer Weg dort hinauf, aber wenn man oben ist, gewöhnt man sich daran und sieht, dass es nicht so schwer ist, wie es erscheint. Man brauch gute Instinkte für diese Aufgabe dort oben, aber ich weiss, ich habe dich gut unterrichten - dein Leben lang, immer wenn wir zusammen jagen waren. Es waren schöne Zeiten, auch wenn du noch jung und unerfahren, und.... ein Mädchen warst... Dennoch hast du bewiesen, dass auch du dieser Aufgabe gewachsen bist. Warum also.... solltest du dann nicht auch einer solchen Aufgabe gewachsen sein?!"

Lächelnd musterte er die Augen seiner Tochter und umarmte sie kurz, dann sah er sie wieder an und sprach leise weiter.

"Deine Ur-Urgroßmama sagte auch. `Wenn ein Adler das Nest verlässt, so halte ihn nicht auf, denn sonst wird er niemals zurückkehren. Wenn du ihn nicht aufhälst, so lässt er sein Herz hier. Doch versperrst du ihm den Weg, so nimmt er seine Seele mit und bleibt für immer verschwunden.`- ich finde, deine Urahnin hatte recht und ich sehe ein, dass es ein Fehler wäre, dir deinen Weg zu versperren, den Weg in die Zukunft, ...deine Zukunft..."

Er wischte, während er sprach, seiner Tochter eine Träne aus dem Gesicht und nahm sie nochmal in den Arm.

"Nur lauf nie wieder weg, hörst du? Deine Mutter macht sich Sorgen um dich. Komm mit nach Hause. Es ist Zeit, deiner Zukunft ins Auge zu sehen."

Er gab seiner Tochter einen kuss auf die Stirn und drückte sie nochmal, dann schüttelte er den Kopf.

"Und hör auf zu weinen, denn es besteht kein Grund zur Trauer."

Tashna nickte und dankte ihrem Vater und packte eilig ihre Sachen zusammen. Überall in der Höhle sah man kleine Figuren stehen. Sie lächelte, als sie den Adler in ein kleines Leder einband und im Bündel verstaute, dann band sie das Packzeug auf das Pferd, nachdem sie die Decke auf den Rücken des Tieres gelegt hatte, und nickte ihrem Vater zu.

"Wir sind soweit. Lass uns nach Hause gehen!"

Sie saß schwungvoll auf und wendete das Tier, das einige Schritte rückwärts tänzelte und sich drehte. Ihr Blick schweifte nochmal über die Höhle und mit einem Lächeln murmelte sie leise für sich.

"Auf Wiedersehen. Irgendwann mal.... Ich kehre zu meinem Nest zurück, wenn die Zeit dafür gekommen ist..."

Dann klopfte sie dem Tier die Versen leicht in die Seite, und mit einem kurzen -

"..hejj!"

- lenkte sie das Tier auf den Pfad den Weg durch die Bäume hinab zur Wiese hinüber.
Ihr Vater saß ebenfalls auf und folgte seiner Tochter mit einem zufriedenen Lächeln und einem Blick zwischen die Wipfel der Bäume, die ihr großes, breites Blattwerk wie ein Dach über ihren beiden Köpfen spannte.
Ein leichter Wind hauchte zu den beiden hinüber und wog die hohen, breiten Blätter des Grases auf der Wiese in Wellen zu Boden, ließ es wieder aufstehen und setzte das Spiel fort.

Das Pferd von Tashna zog an und verschwand im Galopp hinter dem Buschwerk - und ihr Vater folgte ihm.
Die Sonne am Horizont ging langsam unter und überstrahlte das leichte Grün der Atmosphäre und der Umgebung mit einem zarten und goldenen orange, das langsam in ein tiefes Dunkelgrün am Himmel überging und schließlich zu einem endlosen Schwarz wurde.
Als die beiden zuhause eintrafen und durch das hohe Tor ritten, war es bereits dunkel und über dem Haus stand ein heller, funkelnder Stern.

Ihr Vater ritt voraus und sie parierte ihr Pferd, ließ es kurz stehen bleiben und blickte hinauf zu dem hellen Stern.
Tashna lächelte und schloss die Augen.

"Ich werde dich finden und mit heimbringen..."

Mit diesen Gedanken lenkte sie ihr Pferd zum Haus hinüber, zum Stall und verschwand darin.


------------------------------

Tashna blickte auf, als die helle Sonne hinter dem Planeten hervortrat und in ihr Fenster schien, sie blendete und wurde aus ihren Gedanken gerissen. Sie lächelte und schüttelte den Kopf, sah hinauf:

Überall um sie herum standen die Sterne und es schien fast so, als sei sie von ihnen umgeben - nichts anderes hier draussen, nur die Sterne, die Sonne, der Planet und ihr Shuttle.
Ein leises Surren drang an ihre Ohren - das Shuttle lenkte vom Planeten weg und gab Schub auf die Düsen.
Immer und immer weiter entfernte es sich vom Planeten und er wurde immer kleiner, bis er schließlich als ein Stern am Horizont und aus dem Sichtfeld von Tashna verschwand.
Sie wendete sich um und nahm ein Pad aus ihrem Bündel, öffnete eine Nachricht und las sie.

Und das Shuttle setzte seinen Weg fort - hinein in die tiefschwarze Nacht des All, zwischen all den Lichtern der Sterne, die unendlich zu sein schienen.

*nach einer Stunde Flug, ist die Megastation des Flottenkommandos der GWU in Sicht. Dort kommen alle kadetten hin und werden dann zu den verschiedenen Ausbildungszweigen weitergeleitet*

Tashna blickte sich um und war neugierig. Sie packte ihr Pad wieder weg und sah aus dem Fenster des Shuttles, sah die blinkenden Landelichter der FD-s und die Hangare, umrandet mit ihrem roten Lampen, leuchten. Ihre Augen weiteten sich bei diesem Anblick - so ein mayestätisches, schönes und riesengroßes Objekt hatte sie noch nie gesehen. Es glich einer Stadt inmitten der Sterne, inmitten des Nichts..

An Bord des Shuttles ertönte während des Landeanflugs auf einen Hangar ein heller Ton, daraufhin sprach eine männliche Stimme:
°Wir haben sogleich die BW-MS Alpha erreicht und werden dort landen. Bitte warten Sie, bis wir gelandet sind, und bleiben Sie solange auf Ihren Plätzen!
Nach der Landung begeben Sie sich bitte zur Ausstiegsluke 1 und halten Sie die Gänge frei!
Nach dem Ausstieg begeben Sie sich bitte zu ihren Ausbildungsabteilungen! Dort werden Sie von den zuständigen Crewmans empfangen und weitergeleitet! Danke!
...Achtung - eine wichtige Durchsage: An Bord der Station ist das Rauchen nur in den dafür vorgesehenen Bereichen gestattet! Auf dem FD und in den Fluren herrscht strenges Rauch- und Feuerverbot! Zuwiderhandlungen werden mit Freiheitsstrafen und Geldstrafen geahndet!..."

Die Stimme des Mannes verstummte und alle anderen an Bord sahen sich fragend an, grinsten nur und machten sich auf die Landung auf der Megastation bereit, packten bereits ihre Sachen zusammen, die sie gegenüber auf ihren dafür vorgesehenen Halterungen verstaut hatten und blickten neugierig - genau wie Tashna - aus dem Fenster, bereit, das noch Unbekannte kennenzulernen.

*Als das Shuttle ankommt kann sie das riesige Hangardeck sehen, hier können sogar Zerstörer landen wenn sie wöllten, Aber für die GKS gibt es außen extra Anlegeplätze die sie auch sehen kann. Nach einer Weile spürt sie das Rucken wenn man das Kraftfeld des FDs durchfliegt. und dann setzt es doch etwas unsanft auf dem Flugdeck auf. Nach weiteren Minuten ertönt die Stimme des Piloten in den Lautsprechern*

Pilot: °Wir sind da, sie können sich nun abschnallen und zur Gepäckausgabe begeben. Danke dass sie mitgeflogen sind, wir freuen uns wenn sie unsere Fluggesellschaft wieder beehren. Pilot Ende.

Tashna tut, wie der Pilot durchgibt, nimmt ihr Handgepäck und folgt den Anderen zum Ausgang des Shuttles.
Als sie auf der Luke steht, sieht sie sich erstaunt um - das FD ist geräumit und viele Schiffe stehen in ihren Buchten, die weit weg sind, in Reih und Glied geparkt. Mehrere Shuttles stehen auf mehreren Start- und Landedecks und es herrscht helle Aufruhr in diesem Moment auf dem FD - viele Kadetten sind soeben mit anderen Shuttles neben ihrem gelandet und begeben sich gerade zu den einzelnen Abteilungen, wo sie hingehören.

Sie folgt nun ihresgleichen und ist gespannt, was sie noch erwarten wird.
Sie sieht sich neugierig um.

Auf dem FD stehen am Gang zum AUfzug etliche Schreibtische, an jedem ist ein großes Schild, wo sich die Leute zu den Einzelnen Militäreinheiten anmelden können. Offizierslaufbahn, Piloten, Marines, Techniker und Mechaniker.

Tashna sucht den Tisch mit der Liste für die Offizierslaufbahn, dann nimmt sie sich ein Anmeldepad und hält es kurz in den Händen, schließt die Augen.

Wie im Flug sieht sie Bilder aus ihrer Kindheit - nun wird ihr großer Traum wahr. Ein Lächeln überzieht ihre Mundwinkel, als sie die Augen aufschlägt und auf das Pad blickt, dort ihren Namen einträgt und es wieder ablegt.

Sie geht zu ihrer Abteilung und zu den Anderen, sieht sie etwas scheu noch an, dann senkt sie ihren Blick und wartet, was dann kommt.

Als sich ca. 60 Leute angemeldet hatten wurden diese zu einem Shuttle gebracht, dieses sollte sie zu einem Zerstörer bringen auf dem sie dann ihre Ausbildung als Offizier beginnen sollten. Niemand wusste was auf sie zukommen sollte und so waren alle nervös und suchten unruhig mit ihren Blicken die Gegend nach Irgenwas was sie ablenken würde ab.

Auch Tashna war leicht nervös und neugierig auf das, was sie nun erwarten sollte. Sie nahm ihre Sachen und folgte den anderen zum Shuttle. sie stieg ein und suchte sich einen freien Platz. Am Fenster in der hinteren Reihe fand sie noch einen und setzte sich, verstaute ihr Gepäck dort, wo es hingehörte.
Ihr persönliches Gepäck nahm sie mit sich, und ihr anderes Gepäck hatte sie nach der Landung mit dem anderen Shuttle abgeholt und nun in die vorgesehene Buchung für das neue Shuttle aufgegeben, so wie man es verlangt hatte.

Sich zurechtzufinden, fiel ihr etwas schwer, weil sie die Orte noch nicht kannte, noch nie auf einer solchen Sternenbasis vorher war - hier konnte man sich verlaufen, dachte sie so bei sich und war heilfroh, als sie alles geordnet hinter sich hatte und nun in dem letzten Shuttle saß, das die Offiziersanwärter zu ihrem Zerstörer bringen sollte.
Sie schnallte sich an und wartete darauf, dass es losging, blickte sich im Shuttle um - es wurde voll - wie auch die übrigen 2 Shuttles.

Nachdem alle an Bord waren hob das Shuttle ab und die anderen folgten ihm in einigem Abstand. Als alle draussen waren flog jedes der Schiffe sein Ziel an. Hellespont wurde im Sichtfenster immer kleiner und das ruhige Planetenleben scheint nun vorbei zu sein.

Tashna sieht nochmal zurück zur Station, blickt aus dem Fenster und versucht, all die Sterne zu zählen, die sie im Blickfeld hat, doch nach 53 Stück verzählt sie sich und muss lachen, dann gibt sie es nach dem zweiten Versuch auf, sie zu zählen. Sie nimmt ihr Pad aus der Tasche und sieht darauf einige Daten durch.

Im Shuttle um sie herum wird sich unterhalten, gelacht und einige unter den Fluggästen mustern sie ab und an.

Langsam kam die Silhoette des Zerstörers in Blickfeld, für Tashna natürlich noch etwas sehr fremdes, langsam umkreist das Shuttle den Zerstörer der Shefield-Klasse und wartet auf Landeerlaubnis.

Tashna bewundert das Schiff und ihre Augen weiten sich, als es größer wird.
Lächelnd und neugierig, was auf sie zukommt, ist sie voller Erwartungen, und vergisst für einen Moment, dass der Weg, den sie eingeschlagen hat, sehr schwer werden würde, da sie ohne Vorkenntnisse an diese Aufgabe heranging.

Sie dachte daran, wie es wohl im Innern dieses unbekannten Objektes, dieses großen Schiffes vor sich, das sie aus dem Fenster des Shuttles heraus neugierig betrachtete, sein würde und an die Zeit, die ihre Zukunft sein würde.

Nach der dritten Runde setzte dann das Shuttle am Heck des Zerstörer zum Landeanflug an und schoss auf das kleine FD zu, bremste im letzten Moment ab und setzte sanft auf.

Pilot: °Willkommen an Bord des Schulungszerstörer BWS Ajax. Das wird ihr zu Hause für die nächsten drei Jahre ihrer Ausbildung zum Offizier. Melden sie sich bitte im BR bei ihrem Ausbilder, der sie anmeldet und ihnen ihre Quartiere zuweist. Pilot Ende!

Tashna steckt ihr Pad wieder zu ihren Sachen und nimmt ihre Tasche auf, als das Shuttle gelandet ist.
Nachdem die anderen an Bord das Shuttle verlassen haben, folgt sie ihnen und geht zur Gepäckausgabe des Shuttles, nimmt ihr Gepack mit und sucht - sich immerwährend umschauend und die Eindrücke, die sie die ersten Momente dort an Bord jede Sekunde in sich aufnimmt, mitnehmend - den Briefingraum.

Kurze Zeit später hat sie ihn gefunden und betritt ihn, sieht sich um.

Der BR ist nur ein kleiner beengender Raum, ausgelegt dafür nur wenige Menschen hier aufzunehmen, nur ein kleiner Holotank ist mitten im Raum.
Als alle da sind müssen sie eng an eng stehen damit sie alle im BR Platz haben.

Tashna sucht sich einen Platz an der Wand und hinter einigen Neulingen, die sie anschauen, als sie sich vorsichtig vorbeidrängt.

"Ups, Verzeihung... Tut mir leid.."

Entschuldigend lächelnd, nickt Tashna den Neulingen grüßend zu und stellt sich hinter sie, sieht nach vorn und sich im Raum um. Es ist sehr beengend und sie runzelt die Stirn.

Ausbilder: *steht vorne am Pult und wartet bis alle da sind, als es dann soweit ist holt er tief Luft und beginnt mit reden*
Guten Tag erst mal, willkommen bei der Offiziersakademie. Hier werden sie alles lernen um später einmal ein angesehener Offizier zu werden. Es werden nur wenige die Aka des Offi schaffen. Es ist sehr hart und es wird schnell ausgelesen bei denen wir merken, das es nicht viel bringt. Denn die es nicht weit bringen, werden später aus dem Geschützturm nie herauskommen. Wenn jemand Fragen hat dann bitte jetzt stellen. Danach werde ich die Namen einzeln aufrufen und derjenige kann sein Pad abholen wo drauf steht wo er sein Quartier hat. Außerdem sind die Termine eurer Unterichtsstunden drauf.

Tashna hört weiter zu und hat selbst keine Fragen. Es vergeht einige Zeit, bis allen denjenigen, die Fragen hatten, die Fragen beantwortet wurden und nun lauscht sie, wie es weitergeht.

Ausbilder: *ruft nacheinander die Namen auf die er auf seiner Liste hat und übereicht jedem ein Pad bis alle verteilt sind und aus dem BR getreten sind.
Draussen auf dem Gang ist es auch noch sehr stickig, nur wenige kennen die Luft auf einen Raumschiff, die durch Luftfilter immer und immer wieder umgewälzt und gereinigt wird. Auf den Gängen ist einiges an Treiben zu erleben. Es sind hier mehr stationiert als normalerweise auf einen Zerstörer üblich ist und das merkt man auch sehr.*

Auch Tashna nimmt ihr Pad, ihren Ausbilder höflich zunickend und mit einem Lächeln freundlich dankend, entgegen und geht zu den Anderen hinaus, sieht sich auf dem Gang um.

Es dauert einige Zeit, bis sie ihr Quartier gefunden hat.
Einige Andere der Neuen folgen ihr und bleiben mit ihr vor dem Mannschaftsquartier stehen, sehen sie neugierig an und grüßen sie.
Tashna grüßt sie zurück und versucht sich, ihre Gesichter zu merken.
Als sie einige Versuche unternimmt, die Konsole neben der Tür zum Öffnen derselben zu bewegen - jedoch ohne Erfolg, weil sie noch nicht mit der Technik des Schiffes vertraut ist - tritt einer der Neuen an ihr vorbei, lächelt freundlich.

"Darf ich mal..? Moment... Gib einfach deinen Code ein, der auf deinem Pad gespeichert ist und bestätige ihn. Die Konsole wird sich den Code merken und jedesmal, wenn du die Tür öffnen willst, erkennen. Sieh mal.."

Mit einem leisen Zischen öffnet sich die Tür und rastet klackend und offen in der Verankerung ein.
Der Neue zwinkert ihr zu und nickt grinsend.

"So wird das gemacht... Merks dir gut.."

Er geht eine Tür weiter, zwinkert ihr nochmal zu und betritt dann sein Quartier. Tashna sieht ihm mit hochgezogenen Augenbrauen verwundert nach.

"Danke..."

Tashna nickt ihm freundlich nach und bedankt sich leise, und als auch die anderen, die nun vor dem Quartier stehen, hineingehen, folgt sie ihnen und sucht sich ein Bett am Fenster aus, das noch frei geblieben ist. Das Quartier füllt sich zusehens und schließlich schließt sich die Tür.
Sie legt ihr Gepäck auf das Bett und öffnet ihre Tasche, dann holt sie eine der neuen Uniformen heraus, die man ihnen nach dem Verlassen des BR jeweils in die Hand gedrückt hatte und Tashna sie sogleich in ihren Sachen verstaute, legt sie ordentlich aufs Bett und mustert sie eine Weile.

Sie geht zum Fenster hinüber, dann sieht sie hinaus, beobachtet die kleinen Sterne, die funkelnd wie kleine, schmale Blitze am Fenster vorüberziehen und lächelt.
Sie setzt sich auf den schmalen Sims am Fenster und gönnt sich einige Minuten der Ruhe.

All das Durcheinander, das Treiben, was im Quartier hinter ihr herrscht, versinkt unter ihren Gedanken und es wird still um sie herum.

Der kleine Zerstörer entfernt sich nun langsam von seinem Standort und fliegt zu einem Felsenmond am Rande des Systems, wo auch ein Asteroidenfeld sich befindet, das für die Ausbildung mit genutzt wird.

Tashna hat sich derweile frisch gemacht, umgezogen und sitzt nun wieder am Fenster, sieht hinaus. Der Anblick ist einfach atemberaubend, denkt sie so bei sich.

Im Quartier sind nur noch wenige Neue, sie sind alle auf Erkundungstour gegangen, um das Schiff kennenzulernen.
Tashna seufzt leise und holt ihr Pad aus der Uniform, sieht sich die Ausbildungspläne an und stellt ihren Timer danach.
Dann schaut sie die Daten durch und sieht sich auch die Aufbau- und Notfallpläne für den Zerstörer an.
Verträumt sitzt sie da und studiert ihr Pad.

Als sie das Pad studiert, kann sie die Generatoren des Schiffes spüren, und als sie ihre Augen schließt, fühlt sie wie die Trägheitsdämpfer einige Millisekunden verzögern. Sie fühlt dieses fremde beklemmende Gefühl, wenn man das erste Mal auf einem Raumschiff ist. Auch die wenigen, die in ihren Quartieren geblieben sind, spüren es. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich diese in den Quartieren sammeln und die Nähe der anderen suchen, wo sie sich für sich anscheinend geborgener fühlen.

Tashna hat lächelt - dieses Gefühl erinnert sie daran, auf ihrem Pferd zu sitzen und über die Wiesen mit ihm zu reiten - ein Gefühl des Fliegens, wenn sie es in den Galopp treibt und so mit ihm dahinreitet.

Sich erhebend und umblickend - die anderen im Quartier haben sich zu einem Grüppchen auf eines der Betten gesetzt und diskutieren über die kommende Ausbildung, erzählen sich Geschichten von zuhause - geht sie hinaus auf den Gang, verlässt das Quartier.
Der Gang ist ebenso gefüllt - überall stehen Neue herum und unterhalten sich, grüßen sie, als sie an ihnen vorübergeht.

Sie sieht auf ihr Pad, versucht sich, anhand von Blicken den Gang hinab und dann in die andere Richtung hinauf zu orientieren, was ihr noch schwer fällt, dann nimmt sie ihren Mut zusammen und geht den Gang hinab, das Schiff erkunden.

Der Zerstörer ist schnell erkundet. Man hat hier alles was man braucht auf kleinem Raum gebaut um damit Platz für die Generatoren zu schaffen. Ohne diese würde das Schiff in diesen Zeiten nicht lange überstehen, schliesslich ist es schon 35 Jahre alt. Um Platz für neues zu schaffen wurde der Ausbau des Schiffes arg beschnitten und darum dient es nur noch als Akademiezerstörer.
Tashna kann den Schweiß der anderen Crewmans riechen. Was sie hier wohl alles erwarten wird?

Tashna ist unruhig, während sie die Gänge entlanggeht, doch anmerken lässt sie sich nichts. Die Crewmans, denen sie begegnet auf den Gängen, grüßt sie freundlich und geht in den Trainingsraum, nimmt dort einige Trainingseinheiten auf sich.

Nach einiger Zeit wird sie müde und setzt sich an den Rand des großen Raumes. Sie sieht sich um und lässt ihre Gedanken schweifen.

*ein paar junge Marines betreten gerade den Raum, diese haben hier Training in Großkampfschiffen*

Marine: Hallo schöne Frau, wer bist du denn? Hast dich verlaufen was? *grinst breit*

Tashna schreckt aus ihren Gedanken auf und hebt die Augenbrauen, erhebt sich und schüttelt den Kopf.

"Nein, habe ich nicht, aber danke der Nachfrage... Mir gehts gut..."

Zurückgrinsend sieht sie dem Marine in die Augen.

"Lt. Ayashè Eyota, Sir... Ich bin noch nicht lange an Bord... Und Sie sind?!"

Fragend sieht sie ihn an, dann sieht sie sich um und blickt auf die anderen Marines, die sie grinsend anschauen.

"Wenn ich euch beim Training störe, dann geh ich mal lieber und lass euch allein, oder?"

Marine: Ne du störst nicht. *beugt sich über sie hinweg* Wie wärs mit einem Abendessen zu 2t, dann sag ich dir wie ich heisse. *schmunzelt sie an*

Tashna sieht sich den Marine von oben bis unten an und schmunzelt dann, zieht die Augenbrauen an.

"Gern doch... Aber nur, wenn du dir was besseres einfallen lässt, mich zu überreden... Dann sag ich nicht nein... Jedenfalls nicht zu einem Abendessen..."

Grinsend schmunzelt sie und neigt den Kopf.

Marine: Tzzzz für sowas hab ich keine zeit. *geht dann grinsend zu seinen Kameraden rüber und tuschelt mit denen weiter wären diese dann trainieren*

*Tashna sitzt nun in ihrer Ecke und sieht den Marines bei ihrem Training zu bis sie nach einer Stunde fertig sind und dann wieder gehen*

Als die Marines gegangen waren, bleibt Tashna noch eine kurze Weile im Trainingsraum, bevor sie sich erhebt und dann ebenso den Raum verlässt.
Sie geht zurück ins Quartier und nimmt sich ihr Pad, legt sich auf ihre Britsche und ist kurze Zeit später eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wird sie dann wieder vom Schrillen der Aufstehsirene geweckt, Alle im Quartier schrecken auf und denken sich sonst was. Aber eine Durchsage beruhigt wieder alle, die allen erzählt dass das normal sei und als Wecker funktioniere.

Tashna fragt sich kopfschüttelnd, warum sie ihr Pad auf Weckzeit gestellt hat und hebt die Augenbrauen verschlafen, dann wischt sie sich den Schlaf aus den Augen und geht flugs in die Dusche, macht sich frisch und kommt kurze Zeit später wieder heraus - in eine frische Uniform gekleidet.

Sich im Raum umblickend, macht sie sich für die nächste Ausbildungsstunde bereit und geht frühstücken, um danach gen BR zu gehen.

*Dort angekommen sind schon die meisten der Kadetten anwesend. Die ersten paar Tage scheinen alle sehr nervös und aufgeregt zu sein was wohl passieren mag. Wie es auch jetzt der Fall ist, die meisten rutschen nervös auf dem Stuhl herum*

Tashna sieht sich um. Ein leichter Kopfschmerz quält sie seit dem Tage, wo sie hier ankam, doch sie ignoriert ihn, als ob er nicht da wäre. Was allein kommt, geht auch allein wieder, dachte sie so bei sich und muss grinsen.
Auf ihrem Ausbildungspad vor sich spiegeln sich die Gesichter der Offizierskadetten wieder und sie beobachtet sie eine Weile im Spiegel.
Neugierig auf das, was kommen mag, kramt sie ihr Pad hervor und liest sich nochmal die letzten Aufzeichnungen durch, bevor der Ausbilder eintritt.

In Gedanken versunken liest sie, doch dann bekommt sie ein mulmiges Gefühl in der Magengegend und schaut auf - alles ist normal, und sie fragt sich, woher dieses komische Gefühl kommen mag. Die Augenbrauen hochziehend und schulterzuckend ignoriert sie auch dieses Gefühl und studiert weiter ihre Aufzeichnungen.

Ausbilder: *ein Kleinwüchsiger Mann kommt in den BR, er ist klatzköpfig und sind aber sehr verschlagen aus* Guten Morgen Kadetten, ist es nicht ein schöner Tag um eure Ausbildung als Offizier zu beginnen? *ein Lächeln ist zu sehen, ob gut oder böse kann man nicht richtig deuten*

Tashna blickt auf und steckt ihr Pad weg, sieht sich um, was die anderen Kadetten tun und folgt ihrem Handeln. Sie mustert den kleinen Mann ohne Miene und zieht eine Augenbraue nachdenklich hoch, versucht, ihn einzuschätzen, doch es gelingt ihr nicht.

Sie hört weiter zu, was der Ausbilder zu sagen hat und folgt der ersten Ausbildung.

Ausbilder: Als erste werden wir uns mit der Ausbildungszeit beschäftigen und was euch da so erwartet. Hat denn von euch einer einen Ahnung was ihn so erwartet? *sieht sich im Raum um* Nein? Nun dann erzähl ich es euch. Wenn ihr die 3 Jahre hier schaffen solltet, ist euer erste Job nicht auf einer Brücke sondern im Geschützturm. Das ist der Start eines jeden Offiziers. Darum werden wir zu Beginn mit dem Leben in einem Turm beschäftigen. Dann kommt erst die Ausbildung auf einer Brücke. Einige von euch werden den Sprung aber nie auf die Brücke schaffen. Das gleich mal zu Beginn. Hohe Offiziere werden nur die wirklich Guten.
*sieht sich im Raum um, um die Reaktion der Kadetten einschätzen zu können*


Zuletzt von Vagabond am Mi 10 Aug 2016, 17:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zeit der Sternschnuppen   Mi 10 Aug 2016, 17:12

Tashna hört aufmerksam zu und beobachtet im Seitenwinkel die anderen im Raum, die raunend und murrend mit dem Nachbarn über diese eben gewonnene Erkenntnis plaudern.
Sie schweigt und nimmt hin, was der Ausbilder ihr sagt.

Ausbilder: Nun wenn ihr denkt das es das schlimmste ist was euch passiern kann.... Nun ihr werdet lernen, das ihr im Turm bleiben wollt. Glaubt mir, sobald eure Lehrzeit als Offizier auf der Brücke beginnt wünscht ihr euch in den Turm zurück.
Wisst ihr denn was wichtig in einem Turm zu beachten ist? Es ist nicht so schlimm wenn ihr es jetzt noch nicht wisst, aber vielleicht weiss es ja schon einer? *sieht sich fragend wieder im Raum um*

Da Tashna noch nicht einmal in einem Schiff saß und geflogen ist, über keinerlei Kenntnisse eines Piloten verfügt, hat sie natürlich auch darin noch keine Kenntnisse. Sie blickt aufmerksam nach vorn und hofft, der Ausbilder wird es ihr sogleich verraten - beziehungsweise ein Opfer seiner Wahl.

*Ein Kadett meldet sich*

Ausbilder: Ja dann sprich.

Kadett: Nun ich denke das wichtigste wird es sein, das man immer schneller schiesst als der Feind, damit keine Raks Torps oder anderes Zeug durch die Schilde kommen. *lächelt dann selbstzufrieden*

Ausbilder: *schüttelt nur den Kopf* Sonst noch wer? Tashna hast du Erfahrung bei sowas?

Tashna blickt nach vorn und schüttelt den Kopf leicht.

"Verzeihung, Sir, aber ich habe keinerlei Erfahrung mit einem Schiff. Tut mir leid."

Sie blickt den Ausbilder an und schweigt dann, in der Hoffnung, nun nicht gleich auf dem "Black-Pad" des Ausbilders zu stehen. In Gedanken verflucht sie diesen Moment, doch ist sie neugierig, zu erfahren, was hinter dieser Antwort auf diese gestellte Frage steckt. Und so sieht es auch der Ausbilder, denn er entdeckt die Neugier und das Interesse im Blick der jungen Kadettin.

Ausbilder: Nun ich denke, ihnen versichern zu können das eines der wichtigen Dinge ist, die ihr euch merken müsst.... die Sirene für Schildausfall ist. Sobald diese ertönt müssen alle aus den Türmen raus und diese werden dann vom Computer gesteuert. Das gilt dann übrigens für alle die auch in Räumen sind die direkt an der Aussenhaut liegen. Damit minimieren wir die Verluste durch Treffer wo Leute ins All gesaugt werden. Ich hoffe das ist für alle verständlich.

Tashna nickt und notiert sich das auf dem Lernpad, und sie blickt aufmerksam nach vorn und folgt dem Ausbilder weiter.

Einige im Raum starren sie an und tuscheln dann. Tashna kann nur Bruchstücke vernehmen:

-- Was macht jemand, der noch nichmal im Cockpit saß, hier auf dem Schiff, und dann als Offikadett?! --
-- Was will die denn hier?! Glaub, die ist hier fehl am Platz! --
-- Stimmt, Viper! Wenn der Obermacker die durchlässt und bestehen lässt, wird sie die Menschheit ausrotten! --
-- Echt mal, Red, dann haben wir hier nichts mehr zu lachen!! --

Strafende Blicke ruhen auf ihr seitens der anderen Kadetten, die da über sie tuscheln und man kann ein leises Kichern hören. Es erweckt nicht den Anschein, als ob diese Kadetten dem Ausbilder gerade zugehört haben.

Tashna lässt sich von ihren Worten nicht beeindrucken und hört weiter zu.

Ausbilder: *hat dies mitbekommen und hält inne* Red! Viper! Wiederholen sie sofort was ich gesagt habe. Das hier ist kein Spiel, wenn ich sie durchfallen lassen muss wegen sowas, dann sind sie wieder Majore, alle beide. Also um was ging es gerade? *sieht sie strafenden Blickes an*

Viper sieht seinen Kumpel hochrot an und schenkt dann Tashna einen tötenden, musternden Blick, bevor er ihr direkt in die Augen blickt und antwortet, ohne den Ausbilder anzusehen, sondern Tashnas Augen eiskalt mustert:
"Bei Schildausfall sollte man den Turm verlassen, weiss doch jedes Kleinkind. Da die Türme am angreifbarsten sind und gerade das Heck des Schiffes nunmal vom Feind neben den Antrieben und den übrigen Türmen als erstes Ziel gilt, damit die Verteidigung seines Zieles fällt und er sein Ziel ohne Probs abschießen kann. Türme, die verlassen werden, werden vom Bordcom übernommen und gesteuert - logisch, von wem sonst, wenn keiner mehr drinsitzt. Überhaupt sollte man sich bei Treffern und daraufhinfolgenden Schildausfällen in allen Schiffen von den Bereichen der Aussenhülle fern halten - was Räume und dergleichen angeht - denn wer kann schon im All ohne Anzug atmen, aber da erzählen Sie mir nichts neues, Chef! Bin mir sicher, das hat jetzt auch der Letzte hier begriffen! Aber nichts für ungut, Chef... Hoffe mal, ich habe den Sinn Ihrer Sätze getroffen und konnte weiterhelfen...."

Seine Worte werden von einem anschließenden kurzen Gelächter von Red begleitet und beendet und Vipers Blick wandert von Tashna selbstsicher in die Augen des Ausbilders, den er ebenso musternd ansieht, ihm in die Augen blickt und eine Augenbraue zynisch hochzieht.
Red sieht nur kurz zu Tash, dann zum Ausbilder, dann in die Menge, als er merkt, dass alle Blicke der Kadetten auf die Beiden gerichtet sind und es totenstill im Raum ist.

Tashna hat die ganze Zeit, während der Pilot sprach, seinen Blick in ebensolcher Selbstsicherheit und einem leichten, forschenden, jedoch gleichgültigen Lächeln erwidert und blickt dann ebenso zum Ausbilder vor, hört ihm weiter zu und ist nun neugierig, was kommt.
Insgeheim bedauert sie, dass der Pilot offensichtlich bereits wusste, was gesagt wurde, in einer Sicherheit, die sie bewunderte. Und dennoch war sie nun neugierig, wie der Ausbilder reagieren würde und ob sie diesem Piloten jemals wieder über den Weg laufen würde - denn das wollte sie um jeden Preis verhindern.

Ausbilder: *zieht eine finstere Miene* Wir sehen uns dann in meinem Büro, meine zwei Herren.
Nun wir machen nun weiter...

Und der Tag ging wieder rum mit den trockenen Stoff der Ausbildung. Als es dann vorbei war gingen die 6 Mädels wieder in Ihr Quartier wo sie den heutigen Tag auswerteten*

Als Tashna eintritt ins Quartier, blickt sie sich um und sieht die anderen Mädchen auf einem der Betten sitzen und tuscheln, den Tag auswerten.
Kurz grüßend zieht sie sich in ihren Bereich zurück und legt sich etwas hin, denkt nach und blickt dabei an die Decke.

Kurze Zeit später ist sie eingeschlafen.

*Wochen vergehen, die 2 aufsässigen Piloten gaben seit dem Gespräch mit dem Ausbilder Ruhe, in der Zwischenzeit ist aus der Theorie auch Praxis geworden. Die Jungkadetten durften sich in den Türmen probieren und dort auf Asteroiden schiessen, Tashna wurde gerade zu einer Schicht im Turm eingeteilt, wie sie sich wohl da macht?*

Tashna blickt sich um im Turm und schaut auf die Asteroiden.
Die Zieleinstellungen checkend, testet sie die Systeme des Turms.
Dann scannt sie ihre Ziele und checkt sie auf Lebenszeichen oder andere Auffälligkeiten, die gemeldet werden müssen. Ganz so, wie sie es gelernt hatte.
Sie wartet auf Feuerfreigabe. Als die erteilt wurde, nimmt sie die ersten Asteroiden ins Visier und gibt eine kurze Feuersalve ab - genau wie die anderen neben ihr.
Sich auf ihre Zielübungen und das Umgehen mit dem Turm konzentrierend, achtet sie auf alles, was sich bewegt im Raum vor sich und blickt ab und an auf die Anderen, um zu sehen, wie sie sich machen.
Doch ihre Konzentration gilt als erstes ihren Übungen und die Ausbilder bemerken bald, dass sie mit Lernsbereitschaft und Ausdauer, Interesse und Elan ihre Übungen ausführt - zum Großteil sogar fehlerfrei.

Ausbilder: *sitzt im seinem Büro und sieht sich die Überwachungskameras der Türme an und wertet die einzelnen Kadetten aus* Hm.... Einige machen sich ganz gut. Aber ich merke das einer nicht wirklich klar kommt.....

Tashna setzt ihre Übungen fort und ist voller Elan bei der Sache - schießt Asteroid um Asteroid ab und das meistens mit nur einem Schuss.



Ausbilder: *öffnet den internen Funkkanal* Tashna und Oneli bitte in dem Büro des Ausbilders melden. Ich wiederhole, Tashna und Oneli bitte in dem Büro des Ausbilders melden.

*wartet geduldig auf die beiden Kadetten*

Als Tashna ihre Übungen beendet hat, hört sie die Durchsage und blickt 3 Kanzeln weiter, auf den Schüler, der ebenso ausgerufen wurde. Sie mustert ihn eine Weile grübelnd und nickt ihm zu, als er auch sie anschaut und fragend abwartend ihre Augen mustert. Er beendet seine Übungen und sichert die Kanzel, dann steigt er aus ihr heraus und kommt auf Tashna zu. Nickend steht er in lockerer Haltung da und sieht sie an:
"Hey! Will mal wissen, was der Chef von uns will... Bin ja mal gespannt! Ich hoffe nicht, daß es was schlimmes ist, denn mein Vater bringt mich sonst um! Oh mann! Ich hoffe wirklich, es ist was Gutes, was wir zu hören kriegen und weshalb wir zum Boss müssen! Er hörte sich nicht gerade gut an! Ich hasse Überraschungen dieser Art! Aber scheint ja, dir gehts genauso, oder?"

Tashna nickt ihm zu und mustert ihn und seine nervöse Art. Sie lächelt besänftigend.

"Wird schon nichts schlimmes sein, Oneli.. Ich denke, wir kriegen nur eine Sonderübung oder sowas.. Wir haben unser Bestes gegeben, wieso sollte uns der Chef was Böses wollen?! Beruhig dich erstmal.. Ich geh ja mit.."

Grinsend zwinkert sie dem jungen Schüler zu und sichert auch ihre Kanzel, bevor sie heruntersteigt und vor Oneli stehen bleibt, ihm in die Augen sieht.

"Bist du bereit?"

"Ich denke schon.. Aber so ist es ja nun auch nicht, dass ich wen brauche, der mit mir da hingeht.. Ich hab bisher alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe.. Ich will meinen Vater nur nicht mit schlechten Nachrichten behelligen, das ist alles.. Er ist krank und da macht man sich schon gewisse Sorgen.."

Nachdenklich blickt Oneli zu Boden und nickt dann.
"Ja, wenn du soweit bist, können wir, ...glaube ich.."

Seufzend fügt er hinzu.
"Dann mal los... Holen wir uns die Rüge ab.. So schlimm kanns ja nicht werden, du hast recht.."

Tashna dankbar anlächelnd folgt er ihr dann zum Ausbilder.

*als das Surren des Türsummers zu hören ist lässt der Ausbilder beide hereinrufen und sie sich auf 2 Stühle vor seinem Schreibtisch setzen*

Ausbilder: Könnt ihr euch denken weshalb ich euch zu mir rufen lassen habe? *sieht beide fragend an*

Tashna salutiert kurz, als sie eintritt und Oneli folgt ihr im "Windschatten", als er neben ihr stehenbleibt und ebenso - mit einem kurzen Seitenblick zu Tashna - dem Ausbilder kurz grüßend zunickt und dann ebenso salutiert.

"Sir! Ich hoffe, es sind keine schlechten Nachrichten, die uns hierher beordert haben. Nein, Sir! Ich habe keine Ahnung, Sir, verzeihen Sie! Ich hoffe, nichts schlimmes."

Sie sieht ihn neugierig an und bemerkt den Seitenblick von Oneli, mit dem er sie kurz mustert, dann den Ausbilder ansieht und den Kopf ebenfalls schüttelt:
"Nein, Sir! Verzeihung, aber wir wissen nicht, warum wir hier sind. Ich hoffe, wir haben nichts angestellt, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst, ...um ehrlich zu sein, Sir."

Auch er schaut den Ausbilder nun neugierig an und schweigt dann, abermals salutiertend - mit Tashna zeitgleich - um schließlich zu den beiden Stühlen mit ihr hinüberzugehen und sich - wie befohlen - zu setzen.

Ausbilder: Nun ich lobe mir sehr dass ihr euch Mühe gebt, aber bei einem von euch merkt man dass es klappt.. und einer von euch beiden versucht es aber schafft es nicht die Erwartung so zu erfüllen, dass er hier weitermachen kann. *setzt einen ernsteren Blick auf* Tashna... sie sind es die hier weiterkommen wird, auch wenn sie in Führungssachen nicht ganz so geeignet sind ist Oneli,... leider der noch schlechtere. Ich schätze dass sie es noch lernen können. Aber das Psychologische Profil von Oneli ist leider für diesen Posten ungeeignet... *lässt es auf die beiden einwirken und macht eine Pause um deren Reaktion abzuwarten*

Trotz innerer Erleichterung kann man Tashna ihre Betroffenheit über die Worte zu Oneli ansehen, ihr tut der Schüler leid und sie blickt ihn an, mustert ihn schweigend und auf ihrer Unterlippe kauend, eine Augenbraue hochgezogen.

Oneli starrt dem Ausbilder in die Augen und senkt dann kurz den Kopf, meint leise zu sich:
"Das.... hab ich kommen sehen.... Vater, es... es tut mir leid, ich habe versagt...."

Doch dann besinnt er sich und blickt entschlossenen Blickes auf, erhebt sich und salutiert:
"Sir! Verzeihen Sie, Sir, aber ich...... Kann ich dieser Ihrer Entscheidung noch mit besseren Leistungen meinerseits entgegenwirken? Ich... ich bitte Sie darum, Sir..."

Und leise hinzufügend und den Kopf wieder senkend sagt er noch:
"Ich habe es ... meinem Vater versprochen...."

Tashna beobachtet diese Szene betroffen und erhebt sich dann auch.

"Sir... Wenn es einen Weg gibt, Sir, der ihre Entscheidung umstimmen könnte... Könnte ich Oneli nicht helfen, wenn ich die Bessere von uns beiden bin, dass er es schaffen wird? Ich kann mit ihm trainieren.... In den Disziplinen, in denen er schwach ist.... Es wäre mir eine Ehre, Sir."

Nun steht auch sie vor dem Ausbilder, salutiert kurz und blickt den Ausbilder - zusammen mit Oneli, der sie kurz und erstaunt gemustert hat und seinen Blick dann wieder langsam in Richtung des Ausbilders wandte - an.

Ausbilder: *sieht die beiden nur mit festen Blick an* Leider kann ich das nicht, denn er ist in keinem Lernfach schlecht sondern in etwas das man haben muss um Offizier zu sein. Charisma und Durchsetzungvermögen. Das fehlt im leider es tut mir leid. Ich kann sie höchsten als Marine oder Pilotenkadett weiterschicken. Ich weiss dass es hart ist aber als Offizier braucht man das nötige Psychische Profil, das haben sie leider nicht Oneli.

Tashna blickt dem Ausbilder in die Augen, dann wendet sie den Blick zu Oneli und senkt dann den Kopf, denkt nach und nickt schließlich.

Oneli hält den Blick ebenfalls zum Ausbilder und salutiert dann:
"Aye... Sir! Es war mir eine Ehre, unter Ihnen... lernen und dienen zu dürfen, Sir! Erbitte um Erlaubnis, nun wegtreten zu dürfen.. Ich denke, ich kann meine Sachen packen..."

An seinem Gesichtsausdruck - so stark er auch wirken sollte auf die Umstehenden und für jemanden, der Oneli nicht kennt - kann man jedoch erkennen, dass Trauer von Wut und Verzweiflung von Ungewissheit abgewechselt werden und er dann Tashna kurz mustert, auf eine Antwort des Ausbilders wartend und ihm dann wieder festen Blickes und ohne jegliche Regung in die Augen schauend.

Ausbilder: *zieht die rechte Augenbraue hoch* Also wollen sie aus dem Militärdienst ganz austreten? *wendet sich dann kurz zu Tashna* Sie können wegtreten und ihren Zielübungen fortsetzen! *entlässt sie mit diesen Worten aus seinem Büro*

Tashna nickt dem Ausbilder zu, jedoch wendet sie sich Oneli zu, zieht ebenso die Augenbrauen hoch und versucht, den Schüler zu beschwichtigen.

"Sie wollen ganz aufhören? Aber warum..?! Sie haben es ihrem Vater versprochen, ich verstehe das ja, aber wenn Sie ihre Laufbahn einfach nur ein wenig ändern, warum sollte er dann nicht dennoch stolz auf Sie sein, Oneli? Ich finde, man kann seinen Mut, seine Ausdauer und das, womit man seine Eltern ehren will, auch anders zeigen als mit einer Offiziersmedaille.. Geben Sie nicht auf.. Es wäre wirklich schade, denn Sie haben einen guten Charakter und - so empfinde ich das jedenfalls... - einen ausgeprägten Trieb, die Dinge, die Sie meistern wollen, zu erkämpfen.. Aus Ihnen würde sicherlich auch ein ausgezeichneter und loyaler Kampfpilot werden... Ich bitte Sie, gehen Sie nicht, Oneli... Ihr Vater wird auch so stolz auf Sie sein, denke ich... Ich werde draussen auf dSie warten, bis die Unterredung beendet ist... Werfen Sie ihr Talent nicht einfach weg, Sir..."

Tashna sieht ihm in die Augen und bringt ein aufbauendes Lächeln hervor.

Oneli sieht sie an und mustert ihre Augen, ihre Züge - ihm gefällt die Art, wie die Kadetin mit den Anderen umgeht, wie sie ihn zu ermutigen versucht, doch in seinen Gedanken herrscht Chaos - eine Welt, die gerade - trotz der aufmunternden Worte der jungen Frau ihm gegenüber zusammenzubrechen droht und er keinen Ausweg findet in seiner Lage.

Er schüttelt nach einigen Sekunden des Schweigens nur gegenüber Tashna den Kopf und blickt den Ausbilder kurz an, dann zu Boden, meint leise:
""Ich danke Ihnen wirklich für Ihre Worte, doch... glaube ich nicht, dass ich die Gelegenheit dazu haben werde, meinem Vater erklären zu können, warum ich mein Versprechen und.... seinen.... letzten Wunsch nicht erfüllen konnte..."

Er blickt Tashna in die Augen und behält seinen Blick bei, fügt leise hinzu:
"Mein Vater.... ist tot... Er fiel im Kampf gegen die Black Lance, als sie das T`lan Meth-System in den Grenzwelten der Kilrathi angriffen. Meines Vaters Schiff war das einzige der Flotte, was damals.... in der Nähe war.... Er wollte den Kil helfen und wurde von den Black Lance Truppen in die Hölle geschickt... Sie wurden damals überrannt... Sie hatten keine Chance... Den Kil kamen dann ihre eigenen Leute zuhilfe und sie konnten das System wieder sichern.... Doch für die Schiffe meines Vaters kam jede Hilfe zuspät.... Sie starben alle damals.... Nicht einer überlebte.... Ich habe ihm kurz vor seinem Tod versprochen, dass ich in seine Fußstapfen treten werde und seinen Tod sühnen werde, doch.... ich versprach ihm, dass ich seinen Weg, den er ging, weitergehen werde... ihm so zeige, wie sehr er für mich Vorbild und Mentor war... Doch jetzt kann ich das alles vergessen... Als Pilot bin ich wohl zu übereifrig... Ich denke nicht, dass ich in einem Jägercockpit dem gerecht werden kann, was ich meinem Vater als seinen letzten Willen versprach... Der Tradition zu folgen, die mein Vater in seiner Familie bereits gefolgt ist - er ist den Weg seines Vaters weitergegangen und so war es schon immer... Ich habe diese Tradition gebrochen und werde nie mehr die Gelegenheit dazu finden, den Weg wieder aufzunehmen und so doch noch den letzten Wunsch meines Vaters zu erfüllen... Nein, Sir! Ich werde meinen Weg später noch einmal aufnehmen... Zu einer anderen Zeit... an einem anderen Ort... Vielleicht auch in einer anderen Flotte..."

Oneli beendet seine Ausführungen und blickt den Ausbilder nun an - sein Blick ist ohne Hoffnung und voller Enttäuschung über sich selbst und seine eigenen Leistungen, sein eigenes Ich, das der Ausbilder angeprangert hat:
"Vielleicht schaffe ich ja dort, und wenn etwas Zeit vergangen ist, und ich bereit dazu sein werde, ....diesen Weg gehen zu können und ein psychisches Profil vorlegen zu können, dass den Anforderungen, ein Offizier zu werden, in den Augen der Ausbilder gerecht wird..."

Tashna hört den Erklärungen von Oneli noch schweigend zu, bis sie beendet sind, und beobachtet den Ausbilder und seine Reaktion auf Onelis Worte dabei, denn mit dieser Situation hat sie nun nicht gerechnet.
Sie weiss nicht, was sie sagen soll, ist irgendwie sprachlos und versinkt kurzzeitig in Gedanken in Erinnerung an zuhause schwelgend - an ihren Vater denkend und an ihr Versprechen, dass sie ihm gab.
Doch diese Gedanken werden unterbrochen, als der Befehl, wegzutreten, in ihre Erinnerungen drängt.
Sie salutiert kurz, sieht dem Ausbilder in die Augen und nickt ihm zu, dann senkt sie den Kopf und legt Oneli eine Hand auf seine Schulter, findet jedoch keine weiteren Worte mehr und wendet sich ab, verlässt das Büro.

Draussen lehnt sie sich an die Wand und denkt über Onelis Geschichte nach.

Ausbilder: Nun dann hoffe ich das du das noch hinbekommst. Du wirst einmal von der Offiziersaka entlassen. Wenn du es schaffen solltest wirklich das Potential eines Offiziers zu entwickeln das er braucht werden wir sie gerne wieder aufnehmen und sie können hier fortsetzen wo sie aufgehört haben. Aber solange ist ihnen der Weg in allen 4 bekannten Nationen verwehrt, in irgend einer Flotte Offizier zu werden.
Wegtreten und ihr Quartier räumen, ein Shuttle steht für sie auf dem FD bereit. *wendet sich dann wieder anderen Berichten zu*

Tashna wartet draussen auf Oneli, als er zu ihr auf den Gang tritt und schweigend an ihr vorüber geht, ohne ein Wort zu sagen.
Sie sieht ihm nach, erhebt sich und eilt ihm einige SChritte nach, kommt neben ihm an.

"Ich wünsche ihnen alles Gute, Oneli, egal, wie Sie auch ihren Weg fortsetzen. Ich hoffe, Sie erreichen Ihr Ziel."

Sich etwas Sorgen um den Jungen machend, folgt sie ihm bis zu seinem Quartier, wo er sich von ihr verabschiedet und sie nochmal anlächelt, ihr dankt, dass sie ihn begleitet hat und dann im Quartier verschwindet.

Seufzend geht Tashna zu ihrem Quartier und öffnet die Tür, geht hinein.

*weitere Tage vergehen, im Turmdienst bekommen die Kadetten allmählich eine kleine Routine herein. Und die Kadetten befinden sich nun wieder im BR wo sie einberufen wurden von ihren Ausbilder, es herrscht eine angespannte Atmosphäre wo niemand weiss was sie hier erwartet*

Tashna kommt ebenfalls im BR an und salutiert, bevor sie eintritt, setzt sich auf ihren Platz und blickt nach vorn.
Sie erspürt die Anspannung der Gemüter im Raum und versucht, die Ursache herauszufinden, indem sie ihre Umwelt genauestens beobachtet und versucht, in jedem Gesicht, das sie kurz prüfend mustert, eine Antwort zu finden.
Sie versucht, diese Unruhe, die den Raum beherrscht und die Menge durchzieht, die sie an Offianwärtern umgibt, nicht zu teilen und ruhig und gelassen zu bleiben.
Lediglich Neugier übermannt sie und mit großer Aufmerksamkeit und Interesse verfolgt sie das, was nun kommt.

Ausbilder: Nun kommen wir zu dem Teil der für euch alle am interessantesten ist. Zum Brückendienst. *lächelt schwach* Alle die es bis hier her geschafft haben können sich schon mal freuen. Denn ihr werdet nur noch durch die Prüfung am Ende ausgesiebt. Alle anderen die es nicht bis hierher geschafft haben sind bereits von Bord gegangen oder versetzt worden.
Gibt es zu etwas noch Fragen was ihr bis jetzt gemacht habt?

Tashna schüttelt den Kopf auf die Frage des Ausbilders und schaut sich im Raum um, dann folgt sie gespannt seinen Ausführungen.

---Die Brücke - ein großes Wort für sie - und ihre Augen leuchten für Momente auf. Sie kommt ihrem Ziel Schritt für Schritt näher und sie spürt, dass sie ihr Versprechen, dass sie ihrem Vater gab, wohl erfüllen könnte - auf welchem Wege auch immer. Sie würde seinen Wunsch erfüllen und erfolgreich zu ihm zurückkehren. Er würde ihr in die Augen sehen können und ihr mit seinen Worten sagen, dass er stolz auf sie sei, dass sie geschafft hatte, was bisher noch keiner ihrer Familie schaffte - hinaufzufliegen zu den Sternen und heimzukehren als ein Sternenkrieger....
Kurze darauf schweifen ihre Gedanken zu Oneli ab, den sie noch vor ein paar Tagen verabschiedet hatte. Trotz der Trauer, die ihm in den Gesichtszügen geschrieben stand, sah sie auch Mut: Den Mut, der ihn irgendwann einmal zurück auf seinen Weg, der ihm vorbestimmt sein sollte, zu führen und auch seine Eltern stolz und glücklich machen würde. Sie hatte ihm das Versprechen abgenommen, ihn eines Tages irgendwann einmal wieder über den Weg zu laufen und dann hätte er die Abzeichen eines Offiziers an den Schultern. Sie schenkte ihm zum Abschied einen kleinen Adler, den sie, als sie ein Kind war, geschnitzt hatte. Er dankte ihr mit einem Lächeln und verabschiedete sich von ihr mit nur einem Satz:
"Wir werden uns wiedersehen, das verspreche ich dir...."
Dann war er verschwunden und auch wenn sie die kommenden Stunden oft an diesen Menschen dachte, so dachte sie in Freundschaft an ihn und in Zuversicht, dass er es eines Tages schaffen würde...---

Die Worte des Ausbilders holen sie wieder in die Realität zurück, aus ihren Gedanken an zuhause heraus, und Tashna lächelt leicht und folgt den Worten des Ausbilders gespannt weiter.

Ausbilder: .... Nun kommen wir zur Einteilung auf der Brücke zurück. Da wir nicht für jeden einen Posten haben, wird es hier auch Gruppen geben. Pro Gruppe sind 6 Leute auf der Brücke. Ihr werdet ja von richtigen Brückenoffizieren auf euren Stationen ausgebildet. Jeder durchläuft mindestens einmal jede Station. Danach entscheiden wir für was jeder am besten geeignet ist und werden erst dann einen Versuch starten, gegen die Kadetten-Träger anzutreten. Das ist jetzt euer Ziel des letzten 1 1/2 Jahres Ausbildung als Kadett. Fragen?

Tashna schüttelt abermals den Kopf, hat alle Anweisungen des Ausbilders verstanden und folgt ihnen. Sie sieht sich um im Raum, ob vielleicht ein anderer Kadett eine Frage hat, und es melden sich einige.
Nach Aufruf des Ausbilders fragt eine andere Offizierskadettin, die Tashna kurz mustert und dann grinsend fragt:
"Wir kämpfen in unserer Prüfung gegen einen Kadetten-Träger? Ist dieser Träger ein wirklicher Gegner oder nur eine Simulation, Sir?!"

Neugierig wartet sie auf eine Antwort vom Ausbilder.
Tashna muss leicht grinsen und schüttelt kurz den Kopf, worauf sie von der fremden Kadettin einen strafenden und eitlen, fast hochnäsigen Blick erntet, bevor diese ihren Blick wieder dem Ausbilder zuwendet und freundlich lächelt.

Ausbilder: *wendet sich zu er Kadetin* Nun es ist ein echter Träger. Die Prüfung beider seiten besteht darin den anderen zu besiegen. Natürlich mit übungsmunition. ABer es ist eine reale Bedrohung. Nur so können wir sicher sein das ihr auch wirklch bereit seit den Posten eines Offiziere zu belegen. Sonst noch Fragen.

Die Kadettin, die die Frage stellte, verneinte:
"Keine weiteren Fragen, Sir. Danke!"

Auch Tashna schüttelt den Kopf und mustert die junge Kadettin kurz im Seitenblick, dann blickt sie weiter nach vorn und folgt den Ausführungen des Ausbilders. Sie ist neugierig, wie die Unterweisungsstunden auf der Brücke sein würden. Und sie hofft, dass sie diese Prüfungen bestehen würde. Dies war ihr Ziel, ihr Traum.. und sie stand kurz davor, ihn sich zu erfüllen.

Ausbilder: Gut, dann werde ich die Pads für die Brückpläne verteilen. Denkt jetzt daran. Alles was ihr jetzt falsch macht ist am Ende euer ENde. Also vermasselt es nicht und zeigt euer bestes. Ich werde mir von den Brückenoffiziern immer eure Beurteilunganhören. AUßerdem werden die besten von euch in einem Team sein. Denn nur die besten werden wenn sie bestehen dann auch sofort auf solche Posten besetzt wenn sie bestehen. Die anderen werden i einem Turm ihr Leben dann weiter fortsetzten. Was dann aus denen wird ist ihnen überlassen.

*lässt dann die Plänne verteilen*

Ausbilder: Wegtreten!

Tashna hört dem Ausbilder zu und nimmt dann ihren Plan entgegen, und sie sieht den anderen nach, die murrend über ihre Einteilung sich umsehend, dann auflachend und kopfschüttelnd, dann herumalbernd Scherze darüber rissen, mit wem sie in einer Gruppe waren, während Tashna sich ihren Plan ansieht und sich umschaut, mit wem sie wohl eingeteilt worden ist.
Sie ist neugierig auf die kommenden Tage.
Sich erhebend, versucht sie, die Gesichter ihrer zukünftigen Gruppe ausfindig zu machen.

*am nächsten Tag zum ersten Brückentrainingstag, vor der brücke versammelten sich mit Tashna 6 Kadetten, alle sind noch sehr aufgeragt*

Brückenoffizier: *kommt direkt von der Brücke und steht in der nun offenen Tür* Willkommen auf der Brücke meine Damen und Herren. Bitte folgt mir, dann werde ich eine allgemeine Einweisung für alle erst einmal geben, bevor ihr euch auf eure einzelnen Posten begebt. *geht dann vor in die Mitte der Brücke und wartet dort auf alle*

Tashna betritt die Brücke mit den anderen und sieht sich im Augenwinkel - für die anderen unbemerkbar - staunend um. Die vielen Module und Konsolen geben dem Raum einen Touch, der unbeschreiblich ist. Offiziere stehen an ihren vereinzelten Posten an ihren Plätzen und betätigen einige Konsolen.
Tashna folgt mit den anderen dem Brückenoffizier und es bildet sich ein Halbkreis um den ausbildenden Brückenoffizier in ca. 3 m Abstand herum.
Sie mustert kurz die anderen, als sie dann zum Offizier nach vorn schaut und wartet, was er zu sagen hat.

Brückenoffizier: Das wichtigste was es hier zu beachten ist. Ist das hier alles von euren tuhen abhängt was mit uns allen passiert, ihr entscheidet nun über unser aller Leben und Tod. Alles was ihr jetzt hier lenrt, wird euch später nützen sein falls ihr später mal auf einen Brückenposten kommt. Ich möcht euch fragen ob es bestimmte posten gibt die euch vorschweben? *sieht in die runde der 6 Offieriskadetten*

Einer der Kadetten nickt und tritt vor, meldet sich und salutiert:
"Aye Sir! Ich würde mich für die Taktikkonsole entscheiden. Es kann nicht schaden, etwas mehr über die Taktik des Schiffes zu lernen, wenn es ernst wird. Ja, dafür würde ich mich begeistern, Sir!"

Ein anderer Kadett hat sich neben ihn gestellt und salutiert ebenso:
"Wenn Sie so fragen, Sir! Aye... Ich bevorzuge die Steuerkonsole. Mal sehen, was dieses Baby so drauf hat. Da können wir uns doch zusammentun, Doggi!"

Grinsend sieht er seinen Nachbarn an, der sich um die Taktikkonsole beworben hat und wartet dann gespannt, was der Offizier dazu zu sagen hat, in der Hoffnung, dass er sich positiv entscheiden wird.

Tashna steht am Ende der Reihe und beobachtet die Beiden, die vorgetreten sind, nüchtern. Sie lässt lieber das Schicksal entscheiden, wozu sie fähig sein wird, auf der Brücke zu dienen.

Brückenoffizier: Nun gut wenn einige schon klare Vorstellungen haben, werdet ihr da hin versetzt. *nickt den beiden zu* Ihr übernehmt die Steuerkonsole und die Waffenleitkontrolle. Tashna übernimmt die Navigation. Funkstation übernimmt Henson. Schadenskontrolle übernimmt Iwan und Capt wird heute Mark sein. Alle auf ihre Posten und lasst euch gut einweisen was ihr zu machen habt. Ich werde euch derweil überwachen und die Berichte über euch schreiben.

Tashna nickt dem Brückenoffizier zu und sieht den anderen einige Sekunden zu, wie sie ihre Posten belegen und geht dann ebenso zur Navigationskonsole hinüber, nickt dem Offizier zu, der dort steht, salutiert ihm zu.

"Ich wurde ihnen zugeteilt, Sir!"

Dann stellt sie sich neben ihn und überblickt das Modul und die Schalttafeln, den Touchscreen und die Befehlsmodule daneben.

--- Die Konsole hat etwas mayestätisches an sich--- , denkt Tashna bei sich.

Brücknoffizier: *nickt ihr lächeld zu und erklärt ihr alles, nach 30 minütiger einweisung durfte sie dann, an die konsole und bediente sie unter strenger kontrolle und mit den eingrifen des offizieres wenn etwa nicht klappte*

Nach einiger Einarbeitung und etwas Einweisung des Offiziers, der ihr zugeteilt wurde, lernt sie sich mit der Konsole auseinanderzusetzen und die Navigation in selbstständiger Arbeit mit exzellenter Präzision - die auch dem geübten Offizier nicht entgeht - zu übernehmen und wird innerlich ruhiger, je besser es klappt. Die Zeit vergeht und Tashna lernt schnell..

*Tage vergehen, alle dreit tage wechselten die kadetten die konsolen und jeder durfte mal eine station ausprobieren und die Brückenoffiziere, suchten derweile schon die passende Aufgabe für die Kadetten bei denen sie wohl bleiben würden wenn sie die Prüfungen schafften, Tashna wurde für die Navigation für 3 Monate eingeteilt und ist dabei in die 2 Gruppe gerutscht, diese ist die gruppe mit den nichtprofis, hier war alle die die ihre Aufagaben normal meisterten*

Tashna hat ihr bestes, was sie konnte, für diese Arbeit gegeben, jedoch schien es nicht ganz auszureichen. Was sie auch immer tat, es schien nie perfekt zu sein, so sehr sie sich auch bemühte. Doch sie erinnerte sich in solchen Momenten immer an die Zusprüche ihres Vaters, mit denen er ihr Mut machen wollte, um das zu erreichen, was sie sich letztendlich erträumte.
Die Worte ihres Vaters im Gedächtnis - ohne jedoch von ihrer Arbeit abgelenkt zu sein, gaben ihr eine unvorstellbare Kraft, nicht aufzugeben an solchen Stellen, wo die meisten aufgegeben hätten und lieber als Pilot oder freiwillig in einem Geschützturm gesessen hatten.
Doch Tashna hat an diesen Stellen stehts noch mehr gegeben, als sie fast gar vermochte - der unbezähmbare Wille, etwas zu erreichen, lag in ihrer Familie.

Ihr Brückenoffizier war eigentlich sehr zufrieden mit ihr, jedenfalls in dem, was Teamfähigkeit anging.
Tashna, so empfand er, ließ sich stets gut unterweisen, wenn sie einen Fehler gemacht hatte, und sie versuchte dann, diese Fehler so schnell wie möglich auszumerzen und schaffte es meist auch, nur bei einigen Dingen gingen ihr die Übungsstunden nicht so einfach von der Hand -- aber der Brückenoffizier merkte auch, dass ihr Kämpferwille, ihr Ziel zu erreichen, sehr stark war und dass diese junge Kadettin nicht so einfach aufgeben würde und sie so oder so - was auch immer kommen würde - versuchen würde, wenn auch auf Umwegen, ihre Ziele zu verwirklichen und alldies mit einer solch ungeheuren, inneren Kraft belegte, um jenen Charakterzug er sie manchmal beneidete.
Er empfand dieses Potenzial der jungen Kadettin als durchaus förderfähig, jedoch wusste auch er, dass man nur mit den nötigen Kenntnissen und letztendlich nahezu perfekten Fähigkeiten und Präzision im Umgeng mit den Konsolen der Brücke diese Prüfungen bestehen konnte, denn hier hing wirklich das Leben der Crew des gesamten Trägers ab - der kleinste Fehler an einer der Konsolen konnte sich entscheidend auf die Reaktion des Teams der Brücke auswirken und verheerende Folgen nach sich ziehen.
Dennoch, so nahm sich der Brückenoffizier vor, würde er diesen anerkennenswerten Charakterzug der Kadettin dem Ausbildungsteam mitteilen.

*das letzte Jahr ist nun angebrochen und Tashna hat sich auf ihrer Station schon recht gut eingespielt, nun saß sie wieder mal im Kasino und betrachtet wer so alles durch die Türe kommt.
Ein Schwung Pilotenkadetten kommt mal wieder rein, darunter der junge Big Fox. Er war einer der beste Piloten den es auf dem Kadettenträger seiner Zeit dort gab. Seine Stärke schöpfte er aus seinem verstorbenen Vater, den er erst seit kurzem verloren hatte während des Grenzweltenkonflikts.*

Big Fox: *steht am großen Aussichtsfenster und geniesst die Aussicht während eines Glases BumBum und denkt an seinen Vater*

Tashna nimmt ihren Tee und genießt ihn, während sie ebenfalls die ganze Zeit aus dem Aussichtsfenster geschaut hatte und die vorbeiziehenden Schiffe beobachtet, wie sie ihre Runden um den Träger ziehen - offensichtlich Wachpatroulien.
Auch sie denkt an zuhause, an ihren Vater, an ihre Mutter, an ihre Familie, an die Tiere, das Land, das Leben dort, das sie verließ, um sich ihren Traum zu erfüllen.

Der Tee duftet nach Heimat - auch zuhause hat sie immer viel Tee getrunken.
Sie ist zwar in Gedanken, aber sie nimmt ihre Umgebung wahr, beobachtet den Trubel, der hier immer ist, hört einigen Gesprächen zu, ohne sie zu belauschen, nur aus dem Grunde, weil sich einige Piloten einfach lautstark unterhalten und dabei lachen.
Sich die Gesichter der Umgebung anschauend, mustert sie jedes kurz und versucht, herauszufinden, woher sie stammen - eine Art Hobby, welches sie sich zueigen machte während dieser Zeit hier, damit sie Menschenkenntnis erhielt und so vielleicht besser mit anderen in einer Gruppe oder dergleichen klarkommen würde, was bisher auch ganz gut funktioniert hatte.

Als sie so auf Erkundungstour in den Gesichtern der Piloten ist, bleibt sie an dem jungen Piloten am Aussichtsfenster hängen und mustert das Spiegelbild seines Gesichts in der großen, dunklen Scheibe vor ihm.
Das Gesicht von ihm kommt ihr sehr angespannt vor - dunkle Gedanken, so schien es ihr, begleiten den Piloten gerade, und sie versucht herauszufinden, wie aus dem Affekt ihrer Gedanken dabei heraus, worüber er wohl gerade nachzudenken scheint, doch sie kommt nicht drauf.
Sein Gesicht hatte irgend etwas vertrautes, so dachte Tashna bei sich, doch sie wusste bis dato nicht, was - irgendetwas vertrautes... Wo mochte er herstammen?

Nach einigen Minuten bemerkte sie, dass sie fast schon auf dieses Gesicht starrte, und sie schüttelt den Kopf leicht und sieht sich die nächsten Gesichter der Umgebung an.
Die Zeit vergeht und sie hat ihren Tee fast leergetrunken.
Ihr Tisch, wo sie immer sitzt, liegt am anderen Ende des Kasinos - entgegengesetzte Seite zum Aussichtsfenster und ca. 20 m vom Fenster entfernt.
Als sie ihre Tasse leergetrunken hat, erhebt sie sich und geht zur Bar, lässt sich noch einen Tee bringen.
Mit der nun wieder vollen Teetasse geht sie zum Aussichtsfenster hinüber - ans andere Ende von dem, wo der Pilot steht, der sie gedanklich vorhin eingefangen hatte und der, wie sie im Seitenblick bemerkt hat, noch immer gedankenvoll hinausschaut - sie setzt sich auf den geräumigen Fenstervorsprung und sieht hinaus, beobachtet einige Schiffe weiter, die dort ihre Manöver ziehn.

Und wie findest du die Aussicht? *sieht zu ihr rüber* Was hat dich denn zum Offizier werden getrieben? Vermisst du nicht Familie und Heimat? *lächelt dann schwach*

Tashna hört die Worte des Piloten und findet etwas Vertrautes in seiner Stimme, dann blickt sie auf und sieht, woher sie kommt.
Das Gesicht des Piloten ist ihr kurz zugewandt, dann wieder auf die Aussicht und Tashna mustert die Gesichtszüge des Piloten.

-- Ja, irgend etwas vertrautes haben sie, dachte Tashna so bei sich, doch sie ist sich nicht bewusst, was genau... Woher mochte der Pilot stammen?! --

Sie nimmt sich in Gedanken vor, ihn einfach zu fragen.
Ein kurzes Lächeln überfliegt ihre Mundwinkel, dann schaut sie wieder hinaus und zuckt die Schultern.

"...ja, ein wenig vermisse ich meine Eltern und meine Heimat schon... ja..."

Sie beobachtet einen Stern, der hinter einem der vorüberfliegenden Jägern auftaucht und beobachtet ihn einige Sekunden lang.

"Die Aussicht ist wirklich schön, stimmt... Ich hab die Sterne, bevor ich hierher kam, noch nie aus dieser Perspektive gesehen... Ich wollte sie immer einfangen als Kind oder habe gehofft, dass einer von ihnen auf den Planeten herabfällt, damit ich ihn bewahren und erforschen kann... Was mich dazu getrieben hat, hierher zu kommen? Nun..."

Lächelnd wendet sie den Blick wieder auf den Piloten und mustert ihn und sein Glas in der Hand kurz, dann sieht sie auf ihren Tee und trinkt einen Schluck, setzt die Tasse ab und stellt sie auf den Vorsprung vor ihre Füße, die sie mit angezogenen Beinen daraufgestellt hatte.

"...es gibt viele Gründe, warum ich hier bin, aber nur ein Ziel... Ich habe seit ich Kind war, einen Traum gehabt - ich wollte hinauf zu den Sternen und mit einem dieser großen Schiffe wie diesem hier fliegen, wollte die Sterne und Welten erkunden, von denen man sich in meiner Kolonie viele Geschichten erzählte... Ich habe davon geträumt, einmal ein solches großes SChiff, wie dieses hier, zu fliegen, es zu steuern, damit durch die Galaxie zu reisen, um das Universum kennenzulernen... - das war mein Ziel..."

Dann macht sie eine Pause und mustert ihr Spiegelbild in der Aussichtsfensterscheibe und den Stern, der noch immer leuchtend vor ihren Augen draussen im All leuchtet - und es sieht im Spiegel so aus, als würde er auf ihrer Stirn leuchten, wie ein Symbol. Lächelnd über dieses Bild schaut sie wieder zu dem Piloten.

"...meine Kolonie wurde immer von Händlern besucht. Seit dem Kilrathikrieg hat sich viel verändert. Sie kamen immer seltener und viele trauten sich nicht mehr in das System. Man sprach von Flucht, aber auch von Verteidigung des Planeten damals, aber diese Nachrichten hielten die Ältesten unserer Kolonie immer vor den Jüngeren wie uns Kindern geheim, um uns nicht zu verängstigen. Ich erfuhr erst ziemlich spät, was wirklich in unserem System und den anderen Grenzwelten damals los war. Und auch, als der Konflikt in den Nachrichten gezeigt wurde, hofften wir, davon verschont zu bleiben... Bisher blieb es auch in unserer Kolonie ruhig, wir hatten Glück - wenn ich das jetzt, wo ich vieles wirklich verstehe, wovon die Alten damals redeten, so sagen kann... Ich möchte einfach etwas dafür tun, dass meine Eltern und Verwandten in Frieden leben können, ohne Angst auf einen Angriff haben zu müssen... Doch ich finde, die Zeiten verschlechtern sich eher, als dass sie besser werden... Kann man wirklich etwas dauerhaftes für den Frieden in den Welten tun?"

Sie schaut wieder hinaus zu diesem Stern. Ein kurzes Leuchten geht von ihm aus und sie beobachtet ihn eine Weile, dann sieht sie einem Jäger nach, der aus der anderen Richtung kommend, richtung Hangar fliegt, der in Blickrichtung zu dem Piloten vor dem Ausblick liegt - sie sieht ihm nach und bleibt am Spiegelbild des Piloten im Aussichtsfenster hängen, beobachtet es.

"Was ist mit Ihnen? Vermissen Sie Ihre Familie und Ihre Heimat? Was hat Sie hierher verschlagen? ...Darf ich fragen, woher Sie kommen?"

Sie hat diese letzte Frage etwas zögerlich gestellt, um ihre innere Frage nach der Vertrautheit beantworten zu können. Dennoch machte sie ihre eigene Neugier etwas nervös, wie sie bemerkt.
Dennoch kann sie ihre Neugier nicht verstecken und mustert das Profil des Gesichts des Piloten im Spiegelbild des Ausblicks weiter, wartet auf eine Anwort.

*nimmt einen Schluck aus seinem Glas* Bist du dir wirklich sicher das das das richtige für dich ist? *nach einer längeren Pause*

Wenn du deine Familie wirklich schützen willst dann geh lieber nach Hause wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist das das hier das richtige für dich ist. *trinkt wieder einen Schluck und sieht weiter raus*
Meine Eltern sind tot. Meine Mutter ist im Frachter gestorben und mein Vater erst kürzlich von einer TCN-Patrolie abgeschossen worden. Darum frag ich dich ob es wirklich der Weg ist den du wählen willst. *sieht sie dann an* Ich werde die finden die meinen Vater getötet haben. Ich werde mich rächen.
*nimmt dann wieder einen Schluck von seinem BumBum*

Tashna schweigt eine Weile auf die Worte des Piloten und denkt nach.

-- Natürlich war es ihr Traum und das, was sie wirklich wollte, dachte Tashna, und warum hatte der Pilot ihr diese Frage gestellt?! Warum zweifelte er an ihrem Traum?! --

Als der Pilot von seinen Eltern sprach, zieht Tashna die Augenbrauen hoch und trinkt ebenso einen Schluck aus ihrer Tasse. Jetzt war der Moment, in dem sie sich dachte, dass sie sich hätte ohrfeigen können für ihre Neugier. Sie hatte dem Piloten gerade ein Messer mitten ins Herz gejagt, ohne es zu wollen, und sie schließt die Augen auf seine Worte hin und senkt den Kopf, meint leise.

"Das... tut mir leid, Sir! Das hab ich nicht gewusst.. Ich wollte nicht.... Tut mir leid.."

Dann schweigt sie Minutenlang und blickt hinaus, findet keine Worte und denkt, das Gespräch ist gerade gestorben. Doch er hatte ihr ihre Frage nicht ganz beantwortet. Also fragt sie präziser.

"Kann ich... kann ich irgendwas für Sie tun, Sir? Sie irgendwie ablenken? Von welchem Planeten kommen Sie, Sir? Wo sind Sie zuhause? Haben Sie noch andere Verwandte? Freunde? ...Ich komme aus Hellespont, und meine Familie ist dort seit Generationen beheimatet.. Sie haben dort eine Tierzucht und bewirtschaften das Land... Die Herkunft meiner Familie ist altindianisch, wenn... Ihnen das was sagt, Sir...?"

Tashna spricht immer leiser werdend und schweigt dann, da sie denkt, dass sie den Piloten verletzt hat und diesen Fehler ihrer Neugier nicht mehr geradebiegen kann. Leise seufzend wendet sie ihren Kopf wieder zum Ausblick und sieht hinaus, dann sagt sie leise.

"..aber ich denke nicht, dass Sie das interessieren wird.. Tut mir leid, Sir, dass ich in Ihnen wohl eine Wunde aufgerissen habe, von der ich nicht wusste, dass sie existiert, ich hätte einfach vorsichtiger sein müssen.. Es ist schon spät, vielleicht sollte ich..."

Sich bei ihren Worten erhebend und ihren Tee leertrinkend stellt sie die Tasse auf den nächststehenden Tisch, der neben dem Piloten steht, sieht ihn aus einem Meter Entfernung nochmal im Profil an und mustert es schweigend, dann senkt sie den Kopf und schüttelt ihn leicht.

Abermals vergehen Momente, doch dann meint Tashna leise, noch immer neben dem Piloten stehend und ihn musternd.

"Ja, ich bin mir sicher, dass ich das will... Genauso sicher, wie ich mir bin, dass Sie diejenigen finden werden, die Ihnen ihre Eltern genommen haben... Sie sind sich ja auch sicher, dass Sie das wollen... Das sehe ich Ihnen an... Und ich bin es mir auch... Das sagt mir mein Herz..."

Nun schweigend, beobachtet sie die Gesichtszüge des Piloten nun etwas von näherer Entfernung, neben ihm stehend und lehnt sich dann an den Fenstersimms, so neben ihm stehend und sich umwendend, den Blick gen Kasino wendend und es überblickend, stützt sich mit den Händen beidseitig ab und senkt den Kopf.

*lächelt sie an* Alles geliebte Heimat. Das einzige was mich mit meiner Familie noch verbindet. Ich bin hier um die Prüfung zu schaffen um meinen Vater zu rächen, komme was wolle. Das ist mein oberstes Ziel. Ich komme mehr aus den nördlichen Breiten von Hellespont. Da wo es die grünen Irrlichter gibt die den Nachthimmel erhellen. Wenn ich sie sehe denke ich immer ich sehe meine Eltern als Geister umherschweben. Ich habe keine weiteren Verwandten die mich vermissen.

Wo genau liegt denn eure Farm? *mustert sie fragend* Gibt es in eurer Region gefährliche Tiere? Bei uns gibt es keine die uns gefährlich werden könnten. Erzähl doch noch mehr über deine Familie.

Tashna horcht auf. Das also war dieses Vertraute, was sie an diesem Piloten neben sich vermutet hatte. Ein kurzes Lächeln überfliegt ihre Mundwinkel und sie schaut den Piloten an.

"Sie kommen auch von Hellespont, Sir? Die nördlichen Regionen also... Ich komme aus den Südlichen Hochebenen 'Hellesibân' - falls Ihnen das was sagt.... Bei uns gibt es viele wilde Tiere.. ja... sie greifen immer die Tiere auf den Weiden an, durchbrechen die Zäune, wenn wir nicht Acht geben... Die 'Ovâri' sind die schlimmsten.... Sie sind groß, stark und fast unantastbar.... Wie oft haben wir durch sie einige der besten Zuchttiere einbüsen müssen..."

Tashna schwelgt lächelnd in Erinnerung und erzählt dem Piloten etwas über ihre Heimat, die Tiere, ihre Kindheit, ihre Jugend und auch, wie sie auf ihren Traum kam und was sie dazu anhielt, ihn zu verwirklichen....

Nach einiger Weile nickt sie.

"Diese Irrlichter, ....ich habe sie einmal gesehen, als ich mit meinem Vater die nördliche Grenze der Region erreichten.... nur ganz schwach, aber wunderschön..... Ich weiss, was Sie meinen, Sir.... Sie haben etwas magisches... Mein Volk glaubt, es sind die Geister der Verstorbenen, die unsere Grenzen bewachen und uns vor dem Unheil aus dem All schützen.. die Behüter des Himmels über unserem Land... Es ist ein uralter Glaube... Kennen Sie den weissen Adler..?"

Tashna sieht ihn neugierig an und erzählt ihm die Geschichte, die den Adler umfasst und den Glauben, der mit ihm zusammen hängt....

Als sie geendet hat, mustert sie ihn seitlich und setzt sich wieder auf den Sims des Aussichtsfensters - ca. 1 m von dem Piloten entfernt und kann so seine nachdenklichen Gesichtszüge beobachten.
-- ja, sie hatten etwas Vertrautes, und Tashna wusste nun auch, woher --

"Erzählen Sie mir auch etwas über Ihre Heimat, Ihr Zuhause und über sich? Erzählen Sie mir etwas über die nördlichen Regionen.... Wie ist es dort? Ich war nie da, nur an den Grenzen - der Süden ist ein weites Land...."

Sie sieht ihn neugierig an.

Nun wenn du es wissen willst kann ich es dir gerne sagen. *lächelt dann schwach*
Es ist bei uns immer Nacht da wo ich her komme. Der Mond Escador steht immer so das sein Schatten auf unsere Region fällt. Das Irrlicht ist das inzige was uns erhält. *lächelt dann wieder* Es ist ein großes Hügelgebiet. DIe WIldtiere die es bei uns gibt greifen uns nie na. Dafür sind sie zu klein. Ansosnten sind alle Tiere Optimal n die DUnkelheit angepasst. Pflanzen wachsen bei uns nur Nadelbäume. DIes sind schön groß. DIe Pflanzen nutzen die Irrlichter um Licht zu bekommen. Aber kallt ist es bei uns deswegen drozdem nicht. Flüsse bringen wmes Wasser und die WInde tragen warme luft heran. Und wir Mneschen hab uns einfach obtimal angepasst. Kann ich dir sonst noch was über meine Heimat erzählen?

Tashna lächelt interessiert und hört gespannt zu, was der Pilot über seine Heimat erzählt.

"Nur Dunkelheit? Jetzt verstehe ich auch, warum wir nachts dort ankamen... Die Grenze zum nördlichen Teil ist also auch die Tag-Nacht-Grenze des Planeten... Ich kann mir garnicht vorstellen, wie Sie sich dann an die Helligkeit, an Sonnenlicht gewöhnt haben... Müssten die Menschen dann dort oben nicht blind sein? Oder Lichtempfindlich? Die Augen passen sich doch an, oder?"

Tashna schaut dem Piloten lächelnd in die Augen und ist interessiert daran, mehr über den Norden des Planeten zu erfahren.

"Ich kenne den Mond Escador, ich habe ihn immer als Halbmond wahrgenommen, als Sichel, die ständig am Himmel steht und mit den Sternen wandert, nie untergeht... Es heisst, dass ein Krieger in unserer Familie, wenn er einen Ovâri' im Lichte der Sichel erlegt, ein Heiliger ist und man ihm magische Kräfte zuspricht. Die Ovâri' greifen unsere Herden an, sie haben keine Familien, keine Horden, sie leben als Einzelgänger... zum Glück... wären es Horden dieser Tiere, könnten wir sie kaum bezwingen, da sie mit äusserstem Geschick an ihre Jagd herangehen... Diejenigen, die einen Ovâri' erlegen wollen, müssen weise sein und erfahren in der Jagd... Kennt ihr im Norden eigentlich auch Farben? Wie kann man sie erkennen... im Dunkeln? Ist das Leben ausschließlich bei Nacht nicht fade und farbenleer? Grau und schwarz... So stelle ich mir das Leben im Dunkeln vor... Haben Sie nie die beiden grünschimmernden Scheiben der Sonne und die hellen Wolkenschwaden am Himmel bewundern können? Waren Sie schon einmal in den Südlichen Regionen?"

Als der Barkeeper kommt,fragt er die beiden, ob sie noch etwas trinken wollen. Tashna nickt ihm zu.

"Ja, einen doppelten Scotch bitte..."

Zu dem Piloten lächelnd, erklärt sie.

"Mein Lieblingsgetränk... Und was trinken Sie? Wie ist ihr Name, Pilot?"

Sich erinnernd, dass sie sich noch garnicht vorgestellt hatten, grinst sie zurückhaltend und reicht dem Piloten die Hand.

"Verzeihung, Sir... Mein Name ist Daliah Ian dabun Ayashe Eyota... Meine Familie ist indianischer Abstammung und lebt seit Generationen im Süden des Landes, seit die ersten ihrer Art dorthinfanden. Seither züchten sie Reittiere. Mein Rufname ist "Tashna", Sir... Und darf man Ihren auch erfahren?"

Sie sieht den Piloten neugierig an, während sie ihm ihre Hand hinhält und verlegen ihren Kopf neigt.

*nimmt ihre hand und schüttelt sie lächelnd* Ich bin Marco "Big Fox Arnold. Kadettengeschwaderführer. Eine Flasche BumBum bitte Barkepper!

Nun klar kenne wir Licht und Farben. *lacht herzhaft* NUn die region im Kershcatten ist nur 1/4 der Nordhalbkugel und wir komen sehr oft auch in andren Regionn. Außerdem sit bei uns die ganze zwit künstliches Licht durcheinen Sonnenersatz geschaffen. Ist zwar nicht das selbe. Aber es ist hell und auch warm. Ichg vermisses es etwas dort zu sein. Aber das All hat auh viele zu bietn und rinert mich immer an meine heimat. *lächelt dann und sieht wieder in die weiten des Alls hinaus und nimmt seinen Flasche die er bekommt* Danke Fred.

"Ja, das All hat viel zu bieten... Auch viel, was ich vorher in dieser Form nie gesehen hab und kannte... Die Sterne... Die Umgebung... Das Gefühl bei einem Sprung... Allgemein, das leicht unwohle Gefühl in der Magengegend, wenn man hier draussen ist..."

Sie grinst und sieht dem Piloten dann lächelnd in die Augen und schweigt dann, sieht ihn einfach nur in Gedanken musternd an - als der Barkeeper sie anspricht, blickt sie Fred etwas abwesend in die Augen und fragt:

"Ähm Verzeihung... Was.. haben Sie gesagt, Sir? Ähm, ich nehme noch einen Scotch, doppelt und auf Eis mit einem Schuss Ameyra, ...bitte.... Vielen Dank.."

Sie sieht dem Barkeeper nach, als er sich nickend abwendet und das Gewünschte den beiden holt, und schaut dann aus dem Fenster und beobachtet ihr Spiegelbild.
Nach einer Weile fragt sie.

"Sind... sind Sie eigentlich, bevor sie hierherkamen, schon mal in einem Cockpit gesessen und haben fliegerische Erfahrungen sammeln können? Ich habe von Piloten gehört, die von ihren Vätern bereits auf diesen Weg in ihrem Leben von Kindheit an vorbereitet wurden und somit auch schonmal früher als Kind mit ihren Eltern in einem Cockpit sitzen konnten, um so das Gefühl fürs Fliegen zu bekommen... Für mich ist das alles... hier neu... Ausser auf einem Pferd habe ich noch nirgends ein Objekt gelenkt... Wir sind sehr ländlich aufgewachsen.... Darum macht es mich innerlich noch mehr stolz, hiersein zu dürfen, um mir meinen Traum von den Sternen erfüllen zu können..."

*lacht* Nein geflogen bin ich vorher noch nicht. Aber mein Vater war bei den Grenzwelten Kampfpilot.... Den Kilrathikrieg überlebte er mit Bravur...aber den Grenzweltenkonflikt überlebte er nicht....
*sieht dann wieder zum Fenster hinaus* Warum die TCN angreift versteh ich einfach nicht... warum musste er deswegen sterben... *sieht dann wieder still aus dem Fenster*

"Nun, nachdem, was ich so gehört haben von den Alten in unserer Familie, als ich alt genug war..."

Sie senkt den Kopf kurz und denkt nach, dann schaut sie den Piloten wieder an.

"Die Grenzwelten heissen nicht ohne Grund Grenzwelten... Sie sind an der Grenze des Reiches der Menschen... Ich denke, es sind die Gebiete, die allein ums Überleben kämpfen mussten und - wenn ichs nicht besser wüsste könnte ich meinen - die TCN mag die Grenzwelten nicht besonders... Sie empfinden die Gebiete als lästig... Ihr Vater ist sicherlich zwischen diese Fronten geraten. Er war ein tapferer und mutiger Kampfpilot, da bin ich mir sicher..."

Die Augenbrauen hebend und dem Piloten mutmachend zulächelnd, dann jedoch schweigend, sieht sie ihn eine Weile an.

Nach einiger Zeit, in der sie auch ihr Getränk bekommen hat sowie der Pilot seins, nimmt sie ihr Glas und prostet ihm zu.

"Auf das Vermächtnis und die Erinnerung an die Toten, die wir vermissen... Sie werden immer in unserem Geiste und in unseren Herzen weiterleben, uns antreiben, ihren Tod zu vergelten..."

Dann trinkt sie einen Schluck, nachdem sie mit ihm angestoßen hatte und mustert ihn einige Zeit lang, bevor sie fragt.

"Wielange waren Sie schon nicht mehr auf Hellespont, Sir?"

*hebt ebenfalls sein Glas und lächelt leicht beim salut* Ja auf die Toten und das es nicht umsosnt war das sie sterben mussten.

*wartet eine weil bis er wieder Antwortet*

Nun sehr lange nicht mehr. Seit beginn der Academie... es gibt auch keinen Grund mehr da hin zu reisen. keiner ist da der einen Dort erwatret. *drinkt dann einen schluck* Wann hast du vor Urlaub zu nehmen und wieder hin zu reisen?

"Nun ich denke, wenn wir hier mal Urlaub bekommen, und ich denke, das kann noch eine Weile dauern, oder was meinen Sie, Sir?"

Freundlich lächelnd und ihm mit diesem Lächeln Mut machen wollend, sieht sie den Piloten an und trinkt dann noch einen Schluck.

"Ich denke auch oft an zuhause, ich vermisse meine Familie... das Land... die Menschen, die darauf wohnen.... die Tiere... meine Pferde... die Jagd..."

Ein leises Seufzen begleitet ihre letzten Worte in den Pausen, die sie zwischen den Worten macht, und sie senkt ihren blick auf ihr Glas.

"Es ist schön, hier auf dem Schiff... weit weg von zuhause... jemanden kennenzulernen, dem meine Welt nicht unbekannt ist und der aus meiner Region kommt..."

Dem Piloten in die Augen schauend und einen weiteren Schluck von ihrem Glas trinkend, fragt sie.

"Was trinken Sie da, wenn ich fragen darf? Es... wäre mir eine Freude, einen Drink mit Ihnen nehmen zu dürfen, ...Sir.."

Ein verlegenes Lächeln begleitet ihre Worte.

*sieht zu ihr rüber und lächelt sie an*

Nunich drenke gerne BumBum, das habich von meinem Vater. Nun Hellespont ist schön wenn man es kennt. Aber Touristen haben wir ja nur selten. *lacht* Dei meisten meide den Planeten da er nichts besonderes für sie zu bieten hat.
*lehnt sich dann an einem Stuhl an* Und was hast du Heute sosnt noh so Vor als hie her rum zu hängen?

Tashna grinst und nickt.

"Ja, Touristen wissen einfach die schönen Orte auf Hellespont nicht zu schätzen, dafür die Heimischen um so mehr... Ein BumBum also...gern.."

Sie lächelt und bestellt noch ein BumBum und einen ihrer Lieblingsdrinks, einen Scotch 'Dark' auf Eis mit einem Schuss Limone. Kurze Zeit später hält sie die beiden Drinks in der Hand und reicht dem Piloten seinen, nickt freundlich.

"Ich werde nachher noch einige Stunden trainieren gehen und meine ...überschüssigen Energien verbrauchen...."

Grinsend zwinkert sie ihm, nun etwas aufgeschlossener ihm gegenüber, zu und fragt schmunzelnd und ihm zuprostend.

"Und Sie? Und Sie dürfen mich Tashna rufen..."

Schmunzelnd prostet sie ihm kurz zu, jedoch bemerkt sie erst jetzt, dass er sie bereits seit geraumer Zeit "du-zt" und hebt die Augenbrauen fragend.

"Was haben Sie heute noch vor, ...Big Fox?"

*grinst sie nur an* Nun du kannts ruhig du zu mir sagen. Nun ich werde mich in meinen schweren Jäger setzten und noch ein paar übungsangriffe auf den Zerstörer fliegen. Schlieslich soll ich ja unser Geschwader gegn den Zerstörer anführen. *lacht* Und bei was trainierst du dann noch hir? *drinkt sein Glas auf Ex aus*

Ahh war das lecker. *lacht* Damit kann man gleich viel besser im Cockpit sitzen. *grinst breit* Was denkst du wer wird die Prüfung hier am end bestehen? Ich bin ziemlich sicher das bei der prüfung noch mal 1/4 der Leute hier nicht weiter kommen.

Tashna nickt und reicht ihm freundlich die Hand, schüttelt seine Hand leicht und grinst zurück.

"Nett, dich kennenzulernen, ...Big Fox... Also sagen wir 'du'... Darauf stoße ich gerne an..."

Sie hebt ihr Glas und prostet ihm zu, dann trinkt auch sie ihr großes Glas Scotch 'Dark' auf Eis ebenfalls auf Ex aus und wischt sich mit ihrem Handrücken über ihre Lippen.

"...Die Prüfung? Hmm.. Ich denke, dass du es schaffen wirst... Aber ob ich es schaffen werde, weiss ich noch nicht, obwohl ich alles dafür tun werde - ich lasse mich überraschen... Mehr als schiefgehen kann es ja nicht... Aber ich bin deiner Meinung, sicherlich werden es noch einige hier nicht schaffen, weiterzukommen..."

Sie lächelt.

"Nun... Eigentlich wollte ich noch etwas Nahkampftraining machen, ein wenig joggen oder auch Krafttraining. Zu den Flugübungen komme ich nicht so einfach, nur im Simulator... "

Sie schmunzelt vielsagend und hebt die Augenbrauen, zwinkert.

"Soso, du fliegst also mit deinem Geschwader gegen den Zerstörer in der Prüfung, habe ich das... soweit richtig verstanden?! Hmmm..."

Sie tut nachdenklich und blickt verspielt, grübelnd drein, dann sieht sie ihm grinsend in die Augen, fährt sich mit ihrem Daumen und Zeigefinger über die Schläfen, senkt den Kopf leicht und blickt auf ihre Füße, spielt mit ihrem nun leeren Glas in ihrer Hand.

"Sieht wohl so aus...., als würdest du, wenn... wir Glück haben, irgendwann mal gegen mich fliegen.... Aber nur, wenn wir Glück haben.... Wenn nicht, kommst du nochmal drum herum, von meinen Geschütztürmen gegrillt zu werden...."

Als Tashna ihr leichtes Schmunzeln bemerkt und in die Augen des Piloten blickt, wird es ihr heiss und kalt in einem in diesem Moment, denn sie hat sich soeben beim Flirten ertappt. Die Stirn in Gedanken runzelnd, denkt sie zu sich:

---Mist....!! Hoffentlich hat er das jetzt nicht mitbekommen....!! Warum redest du jetzt so daher...?! Das ist doch garnicht deine Art, Tash....! Ich muss mich wieder sammeln.... Verdammt!! ---

Sich für ihre so offenen Worte, ihren letzten Satz dem Piloten gegenüber fast schon schämend, sieht sie ihn entschuldigend und verlegen, rot anlaufend an.

"...entschuldige, war... war nicht so gemeint... Aber kann ja gut möglich sein, dass man uns gegeneinander fliegen lässt, wenn ich... mir das so recht überlege, oder... was meinst du...?"

Sie blickt ihn in einem fast schon süßen Hundeblick entschuldigend in die Augen und er bemerkt, dass sie verlegen ist und wohl nicht oft mit Jungen flirtet.
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Zeit der Sternschnuppen
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